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Betend zogen die Gläubigen gestern bei der Fronleichnamsprozession durch Schongau. In der Mitte der Tragehimmel.

Fronleichnam in Schongau

Eine Prozession wie im Bilderbuch

Schongau - In einer feierlichen Prozession zogen an Fronleichnam die Angehörigen der Pfarreiengemeinschaft nach dem Festgottesdienst durch die Straßen der Altstadt.

Angeführt wurde der Zug von Ministranten mit dem Vortragekreuz und den Kirchenfahnen, dahinter die Schongauer Vereine mit ihren Fahnen: Frauenbund, Kolpingsfamilie, Soldaten- und Veteranenverein, Königlich-privilegierte Feuerschützengesellschaft, Kleintierzuchtverein, Rotes Kreuz sowie die „Schloßbergler“.

Nach der Stadtkapelle und den Chören folgte der Tragehimmel, unter dem Stadtpfarrer Norbert Marxer die Monstranz mit der geweihten Hostie durch die Straßen Schongaus trug. Die Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen der beiden Pfarrgemeinden und die Mitglieder des Schongauer Stadtrats sowie die Angehörigen der Kirchengemeinden vervollständigten den Prozessionszug.

Einen besonderen Akzent setzten die Kommunionkinder, die im Kommunionkleid an der Feier teilnehmen und neben dem Tragehimmel den Zug begleiten durften. Der Prozessionsweg wurde in diesem Jahr gegenüber den Vorjahren etwas verändert: von der Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt ging es über die Christophstraße zum Landratsamt, vor dem der erste Prozessionsaltar errichtet worden war; von dort über die Reichelstraße zur Münzstraße (zweiter Altar). Über die Weinstraße und die Karmeliterstraße wurde der Hof des Heiliggeist-Spitals erreicht, wo sich der dritte Altar befand.

Der Fronleichnamsaltar am Schloßplatz in Schongau. Auch dort machte die Prozession halt.

Aufgrund der aktuellen Bauarbeiten auf dem Marienplatz musste auf die Errichtung eines Altares dort verzichtet werden, aber mit der so gefundenen Lösung konnte auch den Bewohnern des Städtischen Altenheimes die Gelegenheit zum Mitfeiern geboten werden.

Zum „Te Deum“ (Großer Gott wir loben Dich) fanden sich alle Teilnehmer des Prozessionszuges wieder in der Stadtpfarrkirche ein. Pfarrer Marxer dankte zum Abschluss allen Beteiligten, angefangen von Diakon Steinhilber über die von Ministranten, den Kirchenchören und dem Kirchenmusiker Andreas Wiesmann, allen beteiligten Vereinen und den Vertretern von Stadt und Kirchengremien. Nicht vergessen durfte er dabei auch die Ordner, die Feuerwehr und die übrigen Absperrdienste, die für einen sicheren Ablauf gesorgt hatten.

Ein besonderer Dank ging an Veronika Voß, die trotz des Todesfalls in der Familie den Blumenschmuck beim Altar im Heiliggeist-Spital gestaltet hatte.

hb

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