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Schongau will sich ausbreiten – und Gewerbeflächen auf der ehemaligen Hausmülldeponie links im Bild ausweisen.

Flächen werden langsam knapp

Schongau rüstet sich für Gewerbetreibende

Schongau - Die Gewerbeflächen werden knapp in Schongau - da will die Stadt vorbereitet sein. Neben dem Gewerbegebiet Nord beim Betonwerk Lang hat die Stadt den Startschuss für zwei weitere große Flächenstücke gegeben.

Aufstellung Bebauungsplan und Änderung Flächennutzungsplan - nur hartgesottene Fachleute können sich an diesen komplizierten Begriffen des Baurechts erfreuen. Doch in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung wurden damit zwei für Schongau richtungsweisende Projekte auf die Reise gebracht: Zum einen soll die ehemalige Deponie im Schongauer Westen, neben den Firmen Boneberger und Hirschvogel, zur Gewerbefläche werden. Zum anderen das ehemalige Umspannwerk an der Burggener Straße, zwischen der Firma Hochland und der Wohnbebauung an der Hans-Böckler-Straße.

Derzeit gibt es nur noch kleine Rest-Gewerbeflächen in Schongau, vor allem im Lerchenfeld beim Aldi. „Wenn jemand kommen und auf 10 000 Quadratmeter Grund ein Gewerbe eröffnen will, könnten wir ihm nichts anbieten“, sagte Vize-Bürgermeister Paul Huber (CSU). Deshalb sei es gut, dass man jetzt tätig werde.

Im Äußeren Westen hat die Stadt große Pläne, sagte Stadtbaumeister Ulrich Knecht. Da könnte es beim Gelände des Heizkraftwerks sogar einmal bis auf Altenstadter Flur gehen. Doch das ist noch Zukunftsmusik: Vorrangig ist erst einmal die Fläche der ehemaligen Hausmülldeponie, die im Besitz der Stadt ist. Natürlich ist der Umgang mit den 33 000 Quadratmetern nicht einfach, räumte Knecht ein. Schließlich gibt es dort noch eine Rest-Ausgasung von Methan, da müssen bei der Planung Spezialisten ran. „Aber die Fläche ist bebaubar, wir haben da schon Interessenten“, betonte Knecht. Kein Wunder, ist doch die Lage direkt an den Bundesstraßen 17 und 472 für Unternehmen sehr verlockend.

Natürlich vergisst die Stadt dabei nicht die bestehenden Firmen. Man habe mit Hirschvogel gesprochen, da gebe es eine enge Abstimmung, sagte Knecht. Auch mit der Spedition Ludwig Ressle sei man in Kontakt, ob zusätzliche Flächen benötigt werden.

Ähnlich läuft es beim ehemaligen Umspannwerk. Da wurde bereits bei der Firma Hochland abgeklopft, ob Interesse an einer Erweiterung besteht. Der Bereich des Gewerbegebiets sei erst einmal großflächig gefasst worden, das kann sich noch ändern. Zur Wohnbebauung müsse sicher eine Abstufung erfolgen, etwa mit einem Mischgebiet, sagte Knecht. Schließlich soll es keinen Lärm-Ärger mit den Anwohnern geben. Vorteil dort: Neben den Lechwerken, die einen großen Streifen Grund direkt neben Hochland besitzen, sind 28 000 Quadratmeter im Besitz der Stadt.

Im Schongauer Norden, wo man eigentlich am weitesten mit der Planung ist und längst ein Büro beauftragt wurde, schaut es dagegen beim Thema Grundbesitz eher mau aus. Knecht kann den Landwirten aber nicht verdenken, dass sie bei der derzeit hohen Nachfrage nach Flächen abwarten. Viele haben aber zugesichert, dass eine Gewerbeansiedlung beim konkreten Interesse eines Unternehmens nicht scheitern werde, sagte Knecht.

Boris Forstner

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