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Solche Wipp-Figuren wollte die Werbegemeinschaft Altstadt in der Fußgängerzone aufstellen.

Antrag im Bauausschuss

Wipp-Figuren in der Warteschleife

Schongau - Die Werbegemeinschaft Altstadt hat es gut gemeint: Sie wollte der Stadt zwei Wipp-Tierchen spendieren, um in der künftigen Fußgängerzone noch mehr Attraktionen für Kinder anbieten zu können. Doch daraus wird nichts.

Bei der Frühjahrsversammlung der Werbegemeinschaft Altstadt am Montag hatte es Vorsitzender Franz Köpf schon geahnt: „Das wird nicht so einfach wie gedacht.“ Für je 450 Euro wollte die Werbegemeinschaft zwei der Wackelfiguren anschaffen, um kleineren Kindern in der Fußgängerzone etwas zu bieten. „Denn sonstige Attraktionen sehen wir nicht unbedingt“, so Köpf. Die Idee: Wenn die Kinder Spaß haben, bleiben die Eltern länger und schauen vielleicht eher in dem ein oder anderen Geschäft vorbei.

Doch in Vorgesprächen mit dem städtischen Bauamt sind diverse Hürden aufgetaucht. Die wurden am Dienstag im Bauausschuss ausführlich besprochen. Das größte Hindernis ist der mangelnde Platz, sagte Stadtbauamts-Mitarbeiter Martin Blockhaus: „Wo soll man die Figuren aufstellen?“, fragte er in die Runde. Es sei eng, der Platz ausgereizt, denn mit den Wipp-Tierchen allein ist es nicht getan. Da gehe es gar nicht um den Einbau, der zusätzlich 600 bis 1000 Euro kosten würde, sondern um die Sicherheit. „Man braucht rundherum Fallschutzmatten im Umkreis von drei auf 2,5 Meter“, so Blockhaus. So wird aus einer kleinen Wipp-Figur plötzlich ein Riesen-Bereich. Deshalb käme sowieso nur höchstens eine Figur in Betracht, sagte Blockhaus.

Man habe auch bei Architekten nachgefragt, und das Schreiben von Jochen Baur war eindeutig: Es gebe keine stationären Einrichtungen in der Fußgängerzone, alles sei mobil, auch wegen der Baudenkmäler habe er Bedenken. „Für Kinder ist ausreichend Platz für Bewegungs- oder Hüpfspiele, die kann man mobil aufstellen“, so Baur. Blockhaus schlug deshalb vor, zumindest noch ein Jahr abzuwarten, wie sich die Fußgängerzone entwickelt. „Wir wollen jetzt keine Fehlentscheidung treffen.“

Sluyterman lobte die Werbegemeinschaft für den Vorschlag: „Das zeigt, dass sie mit der Stadt bei der Fußgängerzone an einem Strang zieht.“ Aber die ablehnenden Gründe seien nachvollziehbar. Auch Kornelia Funke (CSU) fände die Spielgeräte „eine geniale Lösung“, aber mit der Wiedervorlage in einem Jahr sei das gut vermittelbar. Für Bettina Buresch (ALS) dagegen „ist schon eine tolle Verbesserung, dass man dort ohne Autos rumlaufen kann“. Feste Spielgeräte schränkten die Flexibilität ein. Die einjährige Wartefrist wurde einstimmig beschlossen.

Bücherschrank

Der offene Bücherschrank in der alten Telefonzelle auf dem Marienplatz soll umgesetzt werden. Weil die Stadt auch die Radlständer im Zuge des Fußgängerzonen-Umbaus versetzt, soll auch der Bücherschrank weichen. Die Stadt könnte sich die Kanzleistraße als neuen Standort vorstellen, also nur einige Meter weiter. „Wir sind dafür offen“, sagte Kornelia Funke (CSU), auch Mitglied bei „Schongau belebt“.

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