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Spart sich von nun an den Weg zum Parkscheinautomaten: Oliver Kellermann nutzt Handyparken.

Schongauer Altstadt

„Handyparken ganz unkompliziert“

Schongau - Seit Montag gilt in der Schongauer Altstadt ein neues Parkraumkonzept. Mit dessen Einführung haben sich nicht nur die Bestimmungen der einzelnen Parkzonen geändert: Es ist nun auch erstmals das so genannte Handyparken möglich. Via Mobiltelefon können Nutzer einen Parkschein lösen, die Parkdauer gegebenenfalls verlängern und bargeldlos bezahlen.

„Das Herunterladen war ganz unkompliziert“, bestätigt Stadtrat Dr. Oliver Kellermann. Nachdem er Rezensionen im Internet verglichen hatte, entschied sich der 52-jährige für eine der vier Handyparken-Smartphone-Applikationen, die seit Anfang dieser Woche in Schongau nutzbar sind. Je nach Anbieter variieren deren Anwendungsoptionen, Zahlungsmethoden sowie die Verfügbarkeit für die verschiedenen Betriebssysteme der Mobiltelefone. Allen gemein ist jedoch die minutengenaue Abrechnung, mit der sich – trotz zusätzlicher (Bearbeitungs-)Gebühren, die bei jedem Parkvorgang von den Dienstleistungsanbietern erhoben werden – Geld sparen lassen soll. Welche Serviceunternehmen in Schongau vertreten sind, ist an den Parkautomaten abzulesen oder der Parkraumkonzept-Infobroschüre der Stadt Schongau zu entnehmen.

Keine Probleme mit der App

„Ich bin bei solchen Dingen kein Experte, aber die Bedienung ist wirklich einfach“, erläutert Zahnarzt Dr. Kellermann, während er die App auf seinem Smartphone öffnet. Im Handumdrehen erscheint die Bedienmaske: Hier kann der Anwender sein Profil verwalten und eine unbegrenzte Anzahl an Fahrzeugen mitsamt deren Kennzeichen speichern. Ganz oben wird der aktuell ausgewählte Wagen und der momentane Standort angezeigt. Im unteren Bildschirmbereich wird die Parkzone, die erlaubte Parkdauer und der zu zahlende Parktarif eingeblendet.

In der Mitte prangt ein großes, grün hinterlegtes Play-Symbol. Dr. Kellermann klärt auf: Per Tastendruck darauf wird der Parkvorgang gestartet und auch wieder beendet.

„Ist das Auto geparkt und ist es an der Zeit, einen neuen Parkschein zu lösen, macht das Handy mich darauf aufmerksam“, so der CSU-Ortsvorsitzende. Dann muss er nicht mehr zum Automaten laufen und Münzen einschmeißen, nein er verlängert in Zukunft ganz bequem mit dem Funktelefon.

Das ist aber laut Dr. Kellermann nicht der einzige Vorteil: Wer das Handyparken oft nutzen kann, kommt wohl durch die genaue Abrechnung besser weg. Denn am Parkscheinautomat kann nur halbstündlich oder stündlich verlängert werden. Unter Umständen wird so für Parkzeit bezahlt, die effektiv gar nicht genutzt wird.

Darüber hinaus schätzt Dr. Oliver Kellermann auch folgende Hilfsmittel, die die Anwendung, die er auswählte, bereithält: „Gerade in größeren Städten oder wenn man sich irgendwo nicht gut auskennt, hilft einem der Car-Finder“. Der führt Orientierungslose per Kartenansicht zielsicher zu ihrem Fahrzeug zurück. Unter einem weiteren Menüpunkt lässt sich eine detaillierte Übersicht über alle offenen und abgeschlossenen Parkvorgänge aufrufen.

Hat das Handyparken nur Vorteile?

Übrigens: „Ob ein geparktes Auto ein digitales Ticket hat, erkennen die Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung, sobald sie das Kennzeichen mit einem zentralen System abgleichen“, legt Yvonne Voigt, zuständig für Schongaus Standort- und Wirtschaftsförderung, dar. Außerdem weist sie darauf hin, dass das Handyparken in Kürze auch per SMS und Anruf möglich sein wird. Eine Alternative für all jene, die kein Smartphone, aber ein Mobiltelefon besitzen. Sowohl Yvonne Voigt, als auch Oliver Kellermann sind bereits von den Vorteilen des Handyparkens überzeugt. Ob es sich in der Bevölkerung durchsetzt, steht auf einem anderen Blatt.

Franziskus Reich

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