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Auf einigen Parkplätzen der gelben Zone, in der eine hohe Frequenz gewünscht ist, dürfen Anwohner nicht parken. Das betrifft vor allem den Mittelteil der Münzstraße mit 18 Stellplätzen (A) und einen Teil der Weinstraße mit 11 Plätzen (C). Es gibt auch ganz kleine Bereiche, die für Anwohner verboten sind, um zum Beispiel kleine Geschäfte wie Naturkost Pfifferling (G) und das Reformhaus Tischner (H) zu schützen.

Aus dem Stadtrat

Parkraumkonzept: Die Zonen stehen fest

Schongau - In Etappen, Schritt für Schritt, geht es vorwärts mit dem Parkraumkonzept für die Altstadt. Nachdem die Grundsatzentscheidungen (eine Stunde überall kostenlos, zwei Zonen) bereits gefallen waren, ging es jetzt um die Zonen und die Bereiche für Anwohner. Die Gebühren kommen als Abschluss erst nach dem Sommer dran.

Vermutlich träumt Wirtschaftsförderin Yvonne Voigt nachts schon von Parkplätzen und Zonen. Extrem aufwändig ist das Projekt, die völlig chaotische Parklandschaft in Schongau mit derzeit acht Zonen zu vereinfachen und dabei zumindest einigermaßen allen gerecht zu werden: Angestellten, Anwohnern, Besuchern und Geschäftstreibenden.

Wie berichtet, wird es in Schongau künftig zwei Zonen geben. Eine, in der höchstens eine Stunde geparkt werden kann, und eine zweite, in der Autofahrer gegen Gebühr länger stehen dürfen. Doch welchen Umfang hat jede Zone? Voigt schlug im Stadtrat vor, neben den Marienplatz-Parkplätzen den größten Teil der Münzstraße, die Wein-, Lechtor- und Kirchenstraße sowie Teile der Christophstraße zur Zone 1 mit Höchstparkdauer eine Stunden zu deklarieren. „Da sind viele Geschäfte und wir müssen sehen, dass dort eine hohe Frequenz hereinkommt“, so Voigt. Also keine Dauerparker, sonder ständiger Wechsel. Laut Voigt sind das insgesamt 178 der 595 zur Verfügung stehenden Altstadt-Parkplätze, also 30 Prozent.

70 Parkplätze, in denen keine Anwohner stehen dürfen

In dieser Zone wird es auch 70 Parkplätze geben, in denen keine Anwohner stehen dürfen. „Wenn man diese Parkplätze nicht für Gäste von außerhalb freihält, müssen Geschäfte über kurz oder lang schließen“, machte Voigt deutlich. Schon bisher gab es in der Altstadt 28 Parkplätze, die für Anwohner tabu waren, die Zahl steigt also – allerdings sah Voigts erster Entwurf vom Frühjahr noch 271 verbotene Plätze für Anwohner vor, die Zahl ist also erheblich gesunken.

Zum Teil sind es ganz kleine Bereiche, wie in der östlichen Weinstraße oder der Christophstraße beim Einzinger und dem Tabakladen sowie Naturkost Pfifferling. In der Münzstraße, in der es viele Anwohner gibt, die auf Parkplätze angewiesen sind, ist nur der Mittelbereich im südlichen Teil für Anwohner verboten.

So wird die künftige Aufteilung der beiden Parkraum-Zonen in der Altstadt ausschauen: Im gelben Bereich kann höchstens eine Stunde kostenlos geparkt werden, der grüne Bereich kann nach der kostenlosen Stunde per Gebühr verlängert werden. Die meisten begrenzten Parkplätze mit 98 gibt es in der Münzstraße (1), die ganz im Norden allerdings eine grüne Zone ist. Es folgen Lechtorstraße (7) mit 22 Plätzen, westliche Weinstraße (2) mit 15 und östliche Weinstraße (8) mit 13 Plätzen. Der Rest der gelben Zone besteht jeweils aus weniger als zehn Ein-Stunden-Parkplätzen. Insgesamt sind es 178 Parkplätze in der gelben Zone.

Paul Huber (CSU) schlug vor, die zwei getrennten Parkbereiche in der Christophstraße zu verbinden und so noch mehr Zone 1-Stellplätze zu generieren, doch das sei laut Voigt nicht zwingend erforderlich. „Und das sind noch einmal eine ganze Menge“, gab sie zu bedenken. Nina Konstantin (ALS) hatte zwar vor einigen Wochen grundsätzlich für das Zwei-Zonen-System gestimmt, kann sich aber nicht mit Parkzeiten länger als zwei Stunden anfreunden. „Wer es sich leisten kann, kann den ganzen Tag an der Christophstraße oder am Schaegger-Platz stehen – dem kann ich nicht zustimmen“, sagte sie. Auch für Siegfried Müller (ALS) leidet die gewünschte hohe Frequenz, wenn auf 70 Prozent der Altstadt-Parkplätze theoretisch den ganzen Tag geparkt werden kann. „Wer sparen muss, ist der Lackierte.“

Michael Eberle (CSU) sah dagegen ein ausgewogenes Verhältnis, und sein Parteikollege Helmut Hunger sprach die ohnehin geplante Evaluierung nach einem Jahr an: „Dann können wir notfalls immer noch umplanen.“ Auch Stephan Hild (UWV) fand die Zonen in Ordnung, konnte aber die Bedenken Müllers nachvollziehen: „Bei den Gebühren müssen wir hinlangen.“

Dieser komplizierte letzte Teil des Parkraumkonzepts wurde von Voigt noch kurz vorgestellt, doch das sollen sich die Stadträte in der Sommerpause erst einmal in Ruhe anschauen – der Beschluss dazu folgt Mitte September. Dann kann das Parkraumkonzept auch in Kraft treten. Dass die Parkraumbewirtschaftung künftig von 9 bis 18 Uhr (samstags 9-12 Uhr) gilt, wurde einstimmig beschlossen, die Aufteilung der beiden Zonen je mit 14:4.

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