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Was lange währt, wird endlich gut: Die Schongauer Fußgängerzone ist eingeweiht.

Startschuss für die Schongauer Fußgängerzone

Wohlfühlbereich – "das Beste für die Stadt"

Schongau - Schon Stunden vor der offiziellen Eröffnungsansprache des Schongauer Bürgermeisters Falk Sluyterman war der Marienplatz an diesem denkwürdigen Tag sehr gut frequentiert – die Eröffnung der Fußgängerzone im Herzen Schongaus: ein voller Erfolg.

Die Altstadt wirkte wie ein Magnet an diesem großen Tag. Mindestens eben so groß: Die Neugierde der Gäste in Hinblick auf die neue Gestaltung des Marienplatzes. Aus allen Richtungen strömten die Gäste in Richtung Zentrum der Altstadt, um sich einen Überblick über das in den vergangenen Monaten Geschaffenen zu verschaffen. Die neuen Sitzgelegenheiten kommen gut an und sind ganz schnell in Beschlag genommen. Ein Mix aus älteren Mitbürgern und jungen Menschen kommen dort schnell ins Gespräch. So soll es ja auch sein, ein Austausch der täglichen Themen in ruhiger Umgebung. Ruhige Umgebung – doppelt unterstrichen. Eine junge Mutter muss sich erst daran gewöhnen, ihre beiden Kinder nicht mehr „eng an der Leine zu führen. Es fahren ja keine Autos mehr, toll!“

Der Nachwuchs indes hat seinen Platz schon gefunden. Natürlich am Wasser der neben dem Marienbrunnen eingelassene Wasserlauf hat es den Kindern angetan. Durch eine Röhre fließt das Nass aus dem Brunnen in den Lauf. Für die Kinder ein Riesenspaß.

Mit Humor gewürzt ist dann auch die Eröffnungsansprache des Bürgermeisters Falk Sluyterman. Umgeben von Cafés, Geschäften und Restaurants sei die neue Fußgängerzone ein Bereich zum Wohlfühlen und Entspannen für die ganze Familie. Auch die Oberflächengestaltung ist passend definiert. Belag, Möblierung und Beleuchtung sollen die Aufenthaltsqualität erhöhen.

Sluyterman fordert auf, den Blick jetzt nach vorne zu richten, nicht nach hinten. Es sei allen Akteuren – egal ob Befürworter oder Gegner – stets darum gegangen, das Beste für die Stadt Schongau zu erreichen. Der Bürgermeister ist der Überzeugung, „dass es heute keine Verlierer oder Sieger gibt. Vielmehr ist unsere schöne Altstadt die Gewinnerin!“.

Jetzt kann man wirklich von der „guten Stube“ sprechen, ohne dass täglich bis zu 4000 Fahrzeuge dort entlang fahren. Außerdem wird der neue Marienplatz für vielfältige Veranstaltungen dienen, die sich künftig an den neuen Gegebenheiten der Fußgängerzone orientieren werden. Eine Einladung an alle Vereine und Gruppen, sich hier zu präsentieren.

Sluyterman erinnert aber auch an die Schwierigkeiten der Einzelhändler, Kunden in die Altstadt zu locken. Hier soll all dies als Zugpferd dienen, was in den Außenbereichen nicht oder nur in geringer Weise fehlt: Das schnelle Verabreden zu einer Tasse Kaffee, das gemütliche Verweilen auf einer der neuen Sitzmöglichkeiten, das Gedankenfassen zwischen den Einkäufen, hier alles vor der herrlichen Kulisse der historischen Altstadt. „Es liegt an unserem Konsumverhalten, dass die Altstadt wieder mehr aufblüht“, so der Bürgermeister.

Eine Erinnerung: Die Einführung der neuen Fußgängerzone wurde vom Stadtrat mit nur einer Gegenstimme beschlossen. Diskussionen, wie lange diese Fußgängerzone wohl diesmal hält, sollten nicht geführt werden. „Wir sollten stolz darauf sein, dass wir nun eine verkehrsfreie Zone haben, wie es sich in Weilheim, Landsberg, Füssen oder Kaufbeuren schon seit vielen Jahren bewährt“, so Sluyterman. Trotz allem weist er auf Dinge hin, die gemeinsam nachgebessert werden müssen. Dazu werden in den Geschäften „Kummerkästen“ aufgestellt, deren Inhalt die Stadt regelmäßig auswertet.

Auch Diakon Hans Steinhilber und Pfarrer Bernhard Stamm fordern in ihren gemeinsam vorgetragenen Fürbitten auf, „den Zorn abzulegen, den es immer wieder im Vorfeld gegeben hat“. Sie segnen Platz und die Menschen, die sich dort miteinender in Ruhe austauschen sollen.

Aber jetzt soll gefeiert werden. Jung und Alt gemeinsam, bei Torte oder Käsekuchen, bei Weißbier oder Espresso. Natürlich, und wie könnte es passender und ausdrucksvoller sein, gewürzt mit musikalischen Schmankerl. Schongaus Big Band gibt den Ton an. Von der legendären Miriam Makeba mit ihrem Pata Pata über den guten alten Glenn Miller bis zum Happy Sound von James Last. Alles animiert zum Mitmachen, der Marienplatz als riesige Tanzfläche. Schongau hat's!

Hans-Helmut Herold

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