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Großer Andrang im Freizeitbad Plantsch in Schongau. Solche Tage hat es heuer öfters gegeben.

Bilanz der Sommersaison

Weit über 80 000 Besucher im Plantsch

Schongau - 135 Tage dauert dieses Jahr die Sommersaison im Plantsch, traditionell vom 1. Mai bis zum letzten Tag der großen Sommerferien. Die Bilanz nach 131 Tagen sieht im Plantsch entgegen dem Branchentrend ganz erfreulich aus – was wieder einmal vor allem am wettersicheren Konzept von Freibad mit aufpreisfreier Hallen-Badewelt liegt.

„Das Plantsch mit bislang 82.305 Besuchern im Freibad konnte bereits wenige Tage vor Saisonende fast an das Vorjahr mit 85.227 Besuchern heran und liegt deutlich über dem Ergebnis von 2014 mit 77.444 Gästen“, kann Bad-Vorstand Andreas Kosian berichten. Er hofft, bis zum Saisonende das Vorjahresergebnis vielleicht sogar noch erreichen zu können, „was angesichts der bundesweiten Freibadzahlen ein sehr erfreuliches Ergebnis für das Plantsch wäre“.

Denn das in diesem Sommer stellenweise extreme und andererseits über weite Strecken eher durchwachsene Wetter war laut Kosian für viele reine Freibäder eher problematisch für das Erreichen der Besucherzahlenwerte aus den Vorjahren. „Mehrfach musste im Plantsch aufgrund des Besucheransturmes zusätzlich Personal aus der Freizeit geholt und eine zusätzliche Kasse geöffnet werden, um die Wartezeiten zu reduzieren“, verrät Kosian. Viele Stammgäste nutzten daher bereits die Dauer- und Geldwertkarten, mit denen man ohne jede Wartezeit an der Kasse das Plantsch betreten könne.

Sommer war ein Auf und Ab

Im Plantsch gab es Spitzentage mit bis zu 1704 Besuchern, allerdings nach einem sehr starken Mai mit über zehn Prozent Besucherplus zum Vorjahr zwei schwache Folgemonate mit jeweils einem Rückgang in etwa gleicher Höhe. August und September waren dann in etwa wieder gleich stark wie die Vorjahresmonate.

Im Saunaland mit seinem neuen Naturschwimm-Freibadeteich stieg das Besucherwachstum während der Sommersaison – wie bereits berichtet – um rund 60 Prozent.

Beim Verkauf von Dauerkarten gab es eine Verlagerung von reinen Sommer-Saisonkarten hin zu mehr Jahreskartenkäufern. „Insgesamt ist die Zahl der Dauerkartenverkäufe leicht steigend und liegt bei knapp 800 Karteninhabern“, rechnet Andreas Kosian vor. Hinzu kämen mehrere tausend Besitzer von Geldwertkarten, die ebenfalls als Stammkunden gezählt werden dürfen.

Auffallend war dieses Jahr der (allerdings subjektiv ermittelte) höhere Anteil an Urlaubsgästen während der Sommermonate. Dies scheint – so Kosian – neben der gestiegenen Anziehungskraft des Plantsch und Schongaus auch eine Folge der Schauspielwochen und des historischen Marktes zu sein, was allerdings auch zu teilweise chaotischen Parkplatzzuständen entlang der Lechuferstrasse führte. Der Vorstand hofft hier für die nächsten Jahre auf eine Lösung wie einen Shuttle-Bus mit Sammelparkplatz außerhalb Schongaus während der Marktzeit oder die Schaffung neuer Parkflächen in der Umgebung von Tennisheim und Plantsch.

Viele Gäste aus Peißenberg

„Neben dem Wetter haben sicher aufgrund des Ausfalles der Rigirutsch’n auch die vielen Kinder und Familien aus Peißenberg und Umgebung zu dem guten Ergebnis in Schongau und den Bädern der Nachbargemeinden beigetragen“, ist Kosian überzeugt. Der Bäderbus der Dorfgemeinden aus dem Bereich Peißenberg sei jede Woche „proppenvoll“ gewesen.

In dieser Sommersaison kam es im Plantsch zu keinerlei schwerwiegenden Unfällen oder Verletzungen bei Besuchern oder Personal, was wieder einmal für die insgesamt hohe Sicherheit und das familienfreundliche Konzept der errichteten Anlagen spricht. Die Zahl von Wespenstichen konnte durch die Anschaffung eines Rasentraktors spürbar gesenkt werden, weil dadurch das oftmalige und zeitnahe Abmähen von Kleeblüten umgesetzt werden konnte und somit die Zahl der Wespen auf der Wiese geringer war als in Vorjahren.

Das Plantsch geht mit dem ersten Schultag nach den Ferien traditionell in die Jahresrevision. Deshalb die nächsten Tage noch für einen Badbesuch nutzen.

Michael Gretschmann

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