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Franz Köpf mit einem Plakat, mit dem die Werbegemeinschaft großflächig für die Fußgängerzone werben will.

werbegemeinschaft altstadt

Ärger über mangelnde Absprache

Schongau - Grundsätzlich positiv, aber mit einigen Änderungswünschen hat die Werbegemeinschaft Altstadt die Pläne der Stadt zum neuen Parkraumkonzept aufgenommen. Ärger gab es aber über die mangelnde Terminabsprache bei der Fußgängerzonen-Eröffnung.

Das neue Parkraumkonzept, das am heutigen Mittwoch bei einer Infoveranstaltung um 18 Uhr im Ballenhaus präsentiert wird, spielte auch bei der Frühjahrsversammlung der Werbegemeinschaft am Montagabend eine große Rolle. „Wesentlich besser als vorher“ fand Vorsitzender Franz Köpf die Beschränkung auf drei Zonen. Dass in den zentralen Zonen eine Stunde kostenlos geparkt werden darf, „war unser Wunsch“. Gerne hätte er die ganze Altstadt in dieser Kostenlos-parken-Stunde drin, sieht aber ein, dass das nicht möglich ist.

Für „suboptimal“ hält er allerdings den Plan, immer vorher ein Ticket ziehen zu müssen, selbst wenn man keine Gebühr berappen muss und nur fünf Minuten steht. „Es gibt viele Kunden, die es eilig haben. Die müssen erst zum Automaten, dann zurück zum Auto und erst dann ins Geschäft“, bemängelte Köpf. Wer das unterlasse, könne nach wenigen Minuten schon einen Strafzettel kassiert haben. Zudem brauche es mehr Automaten, um die Wege kurz zu halten. „Schön wäre es auch, wenn man die eine Stunde kostenlos parken kostenpflichtig verlängern könnte“, sagte Köpf.

Wirtschaftsförderin Yvonne Voigt, die zu Besuch war, erläuterte kurz die Steuerungseffekte, die mit dem Konzept umgesetzt werden sollen. Über die künftigen Tarife sei noch nicht gesprochen worden, so Voigt, die auch fürs künftig mögliche Handy-Parken warb, bei dem man sich viel Zeit sparen könne.

Rauer wurde der Ton, als es um die Einweihung der neuen Fußgängerzone ging

Die Stadt hat sich auf den 18. Juni festgelegt, „was mir hinten und vorne nicht passt“, schimpfte Köpf. „Da hat sie mit uns nicht abgestimmt.“ Denn parallel zur Fußgängerzonen-Eröffnung findet, seit langem geplant, ein Street-Food-Markt auf dem Bürgermeister-Schaegger-Platz statt. Der soll und muss auch ein gutes Geschäft machen, weil Köpf den Veranstalter für den Wintermarkt am 20. November engagiert hat. „Da kommt er aber nur, wenn der Markt am 18. Juni gut läuft“, so Köpf verzweifelt. Eigentlich wollte man natürlich selbst etwas Kulinarisches anbieten, doch das funktioniere jetzt nicht. Die Street-Food-Fahrzeuge auf den Marienplatz zu holen, sei auch nicht möglich, weil dann von der Fußgängerzone nichts mehr zu sehen ist.

Voigt rechtfertigte sich weitschweifig und betonte, es habe im Januar ein Gespräch gegeben zur Terminplanung, an dem alle Beteiligten dabei waren. Doch das wollte Köpf, der zeitweise wegen Voigts Redeschwall gar nicht mehr zu Wort kam, so nicht stehen lassen: „Da war noch gar nicht klar, wann die Fußgängerzone fertig ist. Da können Sie sich rausreden, wie Sie wollen“, polterte Köpf. „Man kann einfach keine Veranstaltungen parallel machen.“

Seinen Worten zufolge plane die Stadt nur ein kleines Programm mit Schongau-Quiz und Musik durch die Stadtkapelle. Die Werbegemeinschaft plant eine Modenschau mit rotem Teppich vom Ballenhaus zur neuen Bühne am Marienbrunnen. Wenigstens bekommen die Marienplatz-Betriebe, die eine Ausschankerlaubnis haben wie etwa das Frauenzimmer, diese für diesen Tag genehmigt. Das sagte Voigt zu.

Die Werbegemeinschaft will auch etwas tun für den Erfolg der Fußgängerzone. „Wir können nicht in Schönheit sterben, sondern müssen bekannt machen, dass wir Bayerns jüngste Fußgängerzone haben“, sagte Köpf. Großflächen-Plakate in umliegenden Städten wie Landsberg, Weilheim und Marktoberdorf, eventuell auch in kleineren Gemeinden, sollen ab Ende Juni auf Großflächen-Plakaten geworden werden.

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