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Hier im Innenhof des Steingadener Fohlenhofs soll im nächsten Sommer das Freilichtspiel „Die Anstifter“ über die Bühne gehen. Im Bild das Autorenteam Karl Müller-Hindelang (rechts) und Christian Schönfelder.

Planungen laufen auf Hochtouren

Steingaden: 300 Mitwirkende bei Historienspiel im Fohlenhof

Steingaden - Schauspiel, Musik, Gesang, Massenszenen, Fuhrwerke, Feuer, Reiterei und noch einiges mehr hält das neue Steingadener Historienspiel für sein Publikum bereit. Im kommenden Sommer erwecken rund 300 Mitwirkende in „Die Anstifter“ die Historie zum Leben.

„Die Bereitschaft für so einen Kraftakt ist bei allen da und die Zeit einfach wieder reif für was Neues“, lässt Werner Böglmüller, Vorsitzender der Welfenbühne Steingaden, durchblicken. Nach den großen Erfolgen von „Welfs Erbe“ (1997/2003) und „Wunder Wies“ (2011) bringen die Steingadener im Sommer 2017 als drittes Freilichtspiel „Die Anstifter“ auf die Bühne, die erneut im Innenhof des Fohlenhofes ihren Platz finden wird.

Im Zentrum der Handlung steht Norbert von Xanten, der Fürstbischof von Magdeburg werden soll. Bereits sein Einzug in die Stadt gerät zum Skandal – zu einem von vielen. Was die dramatische Bekehrung des Adeligen, sein skurriler Streit mit einem Guru sowie die Gründung des Prämonstratenserordens in einem französischen Sumpfgebiet mit Steingaden hier und heute zu tun haben? Das Steingadener Theaterensemble verdeutlicht genau das anhand der Historie und ihrer weitreichenden Konsequenzen.

Das neue Stück stammt sowohl aus der Feder des Steingadener Gemeindereferenten Karl Müller-Hindelang (bereits „Welfs Erbe“) als auch der des Dramaturgen Christian Schönfelder, der am Jungen Ensemble Stuttgart tätig und durch seine in Steingaden lebende Mutter mit dem örtlichen Theaterverein verbunden ist.

Joachim Schreiber arrangierte die musikalische Begleitung. Der angesehne Kirchenmusiker erhielt bei zahlreichen Kompositionswettbewerben Auszeichnungen für seine Werke.

Die Bühne samt 720 Sitzplätzen ist bestellt, die Musik geschrieben und der Text steht, fasst Böglmüller den aktuellen Stand der Dinge zusammen und lässt wissen: „Auch die Vergabe der 50 Sprechrollen ist schon in vollem Gange.“ Im Vorfeld konnten sich dafür die Interessierten in Listen eintragen – insgesamt werden auch bei diesem Freilichtspiel wieder rund 300 Leute mitwirken.

Bis zum ersten Mal der Vorhang fällt, stehen noch anstrengende Zeiten der Vorbereitung bevor. Denen sieht Werner Böglmüller jedoch freudig entgegen: „Veranstalter ist ja die Kulturgemeinschaft, der eigentlich alle Steingadener Vereine angehören. Ein solches Projekt schweißt den ganzen Ort zusammen.“

Karten im Vorverkauf für die zehn Vorstellungen (Aufführungen von Mitte Juli bis Anfang August) sind ab Dezember unter www.theater-steingaden.de und bei der Steingadener Tourist-Information 08862/200 zu erstehen.

Franziskus Reich

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