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Haushalt Steingaden

Schuldenabbau mit Grundstücksverkauf

Steingaden - 8,6 Millionen Euro beträgt der Haushalt der Gemeinde Steingaden für das Jahr 2016. Er liegt damit um 1,1 Millionen Euro unter dem des Vorjahres. Für Bürgermeister ein zutiefst vorsichtiger, solider und ausgewogener Haushalt. „ Damit können wir gut ins Jahr 2017 gehen.“

Xaver Wörle sieht die Haushaltslage wesentlich entspannter als in den vergangenen Jahren. Da musste die Gemeinde eine Menge Geld in die flächendeckende Wasserversorgung in den 53 Ortsteilen, den Hochwasserschutz am Viehwaidsee, den Hochbehälter in Riesen, Dorferneuerung in Urspring und Lauterbach, Feuerwehrhaus und Fohlenhof investieren. Für den Bauhof wurden zwei neue Hallen und für die Kleinkinder die Kinderkrippe für gut eine Million Euro gebaut. Dazu kommen die jährlichen Pflichtaufgaben für Personal, 1,1 Millionen Euro, Schulen, 359 000 Euro, und Kindergarten mit 354 000 Euro. Kein Wunder also, dass die Gemeinde auf einem Schuldenpackerl von 3,1 Millionen Euro sitzt. Im vorigen Jahr waren es sogar noch 500 000 Euro mehr.

Landkreis soll sich ein Beispiel nehmen

Durch den Verkauf von Grundstücken will Steingadens Bürgermeister die Schulden „Zug um Zug abbauen.“ Der Landkreis sollte sich ein Beispiel an Steingadens Haushalt nehmen, meinte Wörle. Vor allem sollte der sich darauf besinnen, mit den Geldern der Gemeinden sorgfältig umzugehen.

Im Zuge der Landkreisumlage muss die Gemeinde von jedem eingenommenen Steuer-Euro 56 Cent an den Kreis abführen. „Ich hoffe, dass sich der Landkreis daran erinnert,“ sagte Wörle auf der Sitzung des Gemeinderates am Mittwochabend. Der Verwaltungshaushalt der Gemeinde sieht 3,37 und der Vermögenshaushalt 3,39 Millionen Euro vor.

Erfreulich bei den Einnahmen sind die Einkommenssteuerbeteiligung mit 1,06 Millionen Euro, die Schlüsselzuweisung von 1,08 Millionen Euro und die Gewerbesteuer von immerhin 480 000 Euro. Die staatliche Schlüsselzuweisung, das sind Anteile an der Körperschaftssteuer, Umsatzsteuer und der Gewerbesteuer, bildet für die Gemeinde eine wichtige Einnahmequelle.

Die Schlüsselzuweisung braucht Kämmerer Siegfried Bernert allerdings gar nicht groß auf der Habenseite verbuchen, sondern kann sie praktisch umgehend als Kreisumlage weitergeben. 1,16 Millionen Euro sind es in diesem Jahr. Er darf sogar noch 80 000 Euro drauflegen. 1,102 Millionen Euro muss die Gemeinde in diesem Jahr für die 44 Beschäftigten ausgeben. Tendenz steigend. Im vorigen Jahr waren es 108 000 Euro weniger. Abgedeckt werden damit Löhne und Gehälter für das Kindergartenpersonal, das Tourist Info Büro, Bauhofmitarbeiter und Sitzungsgelder für die Gemeinderäte sowie die Aufwandsentschädigung für den ersten und zweiten Bürgermeister.

Pro-Kopf-Verschuldung ist gesunken

Ordentlich drauflegen muss die Gemeinde zudem für ihren Kindergarten mit derzeit 162 Betreuungsplätzen. Mit 354 000 Euro rechnet Siegfried Bernert in diesem Jahr. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt bei 2800 Einwohnern 987 Euro und damit 150 Euro weniger als 2015. Geschlossen hat der Steingadener Gemeinderat dem Haushalt für das Jahr 2016 zugestimmt.

Walter Kindlmann

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