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Ehrungen beim Verkehrs- und Verschönerungsverein Steingaden. Von links Max Zwißler, Stefan Moser (zweiter Vorsitzender), Josef Häringer, Bürgermeister Xaver Wörle, Christa Gindhart (erste Vorsitzende), Xaver Weiß, Gustl Pfeiffer, Hubert Dreer, Heinrich Lang, Ulrike Schilcher, Dorle Bürk und Amalie Mayr.

Verkehrs- und Verschönerungsverein

50 Jahre Einsatz für die Heimat

Steingaden - Mit einem Vereinsabend im Gasthof Graf erinnerte der Verkehrs- und Verschönerungsverein Steingaden an seine Gründung im Jahr 1966. Und es gab auch Ehrungen langjähriger Mitglieder.

Neben den anwesenden Mitgliedern durfte die Vorsitzende Christa Gindhart auch Xaver Wörle, den Bürgermeister der Gemeinde Steingaden und selbst langjähriger Vorstand des Vereins, und Susanne Lengger, Geschäftsführerin des Tourismusverbands Pfaffenwinkel, begrüßen. Auch vier der seinerzeitigen Gründungsmitglieder waren noch erschienen: Amalie Mayr, Gustl Pfeiffer, Max Zwißler und der 92-jährige Josef Häringer.

Max Zwißler war es auch, der einen Rückblick auf die Entwicklung des Fremdenverkehrs in Steingaden gab. In seinem Vortrag beschränkte er sich dabei aber nicht auf die Zeit seit der Vereinsgründung, da nach seinen Worten der organisierte Fremdenverkehr bereits in der Zeit der Olympischen Winterspiele in Garmisch im Jahr 1936 seinen Anfang nahm. Damals benötigte die NS-Organisation KdF („Kraft durch Freude“) für die Besucher auch Übernachtungsmöglichkeiten im weiteren Umkreis, und so gab es trotz der heutzutage primitiv anmutenden Unterbringungs- und Freizeitmöglichkeiten ein erstes Aufblühen des Tourismus.

Mit dem Beginn der Luftangriffe auf deutsche Städte in der Kriegszeit änderte sich das: da kamen dann statt der Urlauber die „Ausgebombten“, deren Wohnungen in den Städten durch Bombenangriffe zerstört waren. Unmittelbar nach Kriegsende waren es vor allem Heimatvertriebene, die in den Quartieren zumindest eine vorübergehende Bleibe fanden. Nach der Währungsreform 1948 waren es oftmals die seinerzeit Ausgebombten, die ihren damaligen Zufluchtsort als Urlauber wieder besuchten.

Auch die Passion 1950 führte zu einer Zunahme der Übernachtungen, weil viele Besucher die billigeren Quartiere in Steingaden bevorzugten und dafür lieber die etwas längere Anfahrt nach Oberammergau in Kauf nahmen.

Noch viel mehr an Details aus den früheren Zeiten wusste Zwißler zu berichten, sei es von der Anlage der Wanderwege, dem Aufstellen einer Vielzahl von Ruhebänken oder der Zusammenarbeit mit der Gemeinde Lechbruck.

Der 1966 neu gewählte Bürgermeister Ernst Otto Weeber war es schließlich, der zusammen mit dem Lechbrucker Bürgermeister Nuscheler den Anstoß zur Gründung des Verkehrs- und Verschönerungsvereins gab, was die Schongauer Nachrichten am 3. November 1966 zu der Überschrift „Sensationelle Idee“ veranlasste.

Über die Jahre seit 1970 berichtete Christa Gindhart, wobei sie natürlich auch auf Höhepunkte wie die ersten Orgelkonzerte in der Wies 1983, die ersten Blütentage 2008 oder die Festspiele wie zuletzt „Wunder Wies“ 2011 einging. Für 2016 stellte sie die Eröffnung des Pilgerwanderweges Hohenpeißenberg und das Gautrachtenfest in Steingaden heraus; außerdem die Produktion eines Pfaffenwinkel-Imagefilmes.

Anschließend war es Zeit für die Ehrungen: Die ehemaligen Vorsitzenden Xaver Wörle und Xaver Weiß erhielten ebenso eine Ehrenurkunde sowie Blumen und einen Präsentkorb wie die Gründungsmitglieder Amalie Mayr, Gustl Pfeiffer, Max Zwißler und Josef Häringer. Für langjährige Mitarbeit im Verein wurden Ulrike Schilcher, Heinrich Lang und der extra aus Biberach angereiste Hubert Dreer ausgezeichnet; Dorle Bürk durfte die Ehrung für ihren vor knapp zwei Jahren verstorbenen Mann Bernhard Bürk entgegennehmen. Melanie Ott, Margit Taebling, Stephanie Schwarz und Maria Moser, die Mitarbeiterinnen der Tourist-Info, wurden gleichfalls für ihr Engagement ausgezeichnet, bevor schließlich auch Christa Gindhart aus den Händen des zweiten Vorsitzenden Stefan Moser ihre Ehrung erhielt.

Mit einer kurzen Ansprache von Bürgermeister Wörle und einem Grußwort von Susanne Lengger endete der offizielle Teil des Abends, der von der Wieser Stubenmusik und Fabian Susanek am Akkordeon musikalisch begleitet wurde.

Helmut Bernhardt

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