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Wechselnde Farbspiele zeigten im Rahmen von „Wies illúminata“ die Architektur der Wieskirche in einem ganz neuen Licht.

Beeindruckende Lichtshow

In der Wies ein Stück Himmel gesehen

Wies - Das Weltkulturerbe Wieskirche ganz neu erleben konnten die Besucher im voll besetzten Gotteshaus an Allerheiligen. Unter dem Titel „Wies illuminata – Licht, Ton, Wort“ zelebrierte Regisseur Herrmann Rueth eine beeindruckende Licht-Show.

Schon vorab hatte der Himmel, indem er die Wieskirche in ein gleißendes Abendrot tauchte, ein überwältigendes Spektakel geliefert. Weiter ging es nach Sonnenuntergang drinnen, wo anlässlich des 250. Todestags des Wiesbaumeisters Dominikus Zimmermann ein einzigartiges Lichtspektakel, inszeniert von Künstler und Regisseur Herrmann Rueth, ausgeführt von der Firma Grandel Ton- und Lichttechnik aus Augsburg, stattfand.

Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung von Franz Brannekemper an der Orgel und Altistin Christine Herz, die die Arie „Es ist vollbracht“ aus der Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach vortrug.

„Mit dieser einmaligen Licht- und Musik-Show werden wir das Kunstwerk Wieskirche mit modernen Möglichkeiten erleben und in ihren reichen Facetten ein Stück Himmel sehen“, hatte Wiespfarrer Gottfried Fellner angekündigt. Die Besucher forderte er auf, den Blick nicht nur nach vorne zu richten, sondern dem Licht nach allen Seiten zu folgen. Dieser Rat wurde ausgiebig befolgt. Denn angesichts der mannigfaltigen Lichtspiele taten sich immer wieder neue Eindrücke und Einblicke auf.

Altistin Christine Herz und Franz Brannekemper an der Orgel waren für die musikalische Umrahmung zuständig.

Ein tiefer, satter gleichmäßiger Basston von der Orgel leitete das Lichtschauspiel ein. Leuchtendes Blau tauchte den Kirchenraum in ein geheimnisvolles Licht, während der Altarraum mit dem Kreuz im Vordergrund in warmem Rot erstrahlte. Zu den Klängen von Edward Elgars „Nimrod“ wandelte sich das Licht. Die Seitenaltäre traten in Rosé und Violett hervor, während der dunkle Altarraum langsam mit hellem Gelb, das ins Grün changierte, ausgeleuchtet wurde.

An dem einzigartigen Zusammenspiel von Licht und Klang konnten sich die Besucher gar nicht satt sehen. Es fand ein kurzzeitiges Ende, als der Innenraum im Dunkel versank. Ein Spotlight führte die Blicke zur Decke, wo wieder das Kreuz angestrahlt wurde. Was nur der Auftakt zu einer weiteren Lichtorgie in allen Regenbogenfarben war, die Christine Herz mit ihrer volltönenden Stimme glänzend begleitete.

Franz Brannekemper ließ „Gymnopedie“ von Eric Satie folgen. Das Licht sorgte für meditative, ruhevolle Stimmung, bevor die Show noch einmal einen Höhepunkt in rasch wechselnden Farbspielen erklomm und schließlich wieder mit einem langgezogenen Orgelton ausklang.

„Es war das erste Mal, dass ich an so einer Inszenierung mitgewirkt habe“, erzählte Brannekemper anschließend. Beginn und Abschluss der Veranstaltung wurde auf Handzeichen des Regisseurs hin improvisiert, und auch die Lichttechniker agierten auf Handzeichen von der Empore. Wiespfarrer Gottfried Fellner beendete die Illumination mit einem kurzen Segen und wies darauf hin, dass diese einmalige Licht-Inszenierung bei freiem Eintritt nur durch eine Sponsor-Familie ermöglicht werden konnte.

Ursula Fröhlich

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