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Nur zwölf statt 25 Rasenmäher waren wegen der schlechten Witterung am Start.

Wetterkapriolen beim Rasenmäherrennen in Böbing

Mords-Gaudi und ganz viel Schlamm

Böbing - Bei der Premiere vor zwei Jahren spielte das Wetter noch mit. Bei der zweiten Auflage des Rasenmähertraktoren- und Mofarennens in Böbing erwies es sich jedoch als Spielverderber. Wegen der heftigen Regenfälle fiel zumindest das Training förmlich ins Wasser.

Am Renntag blieben die Schauer zwar aus. Die unsichere Wetterlage sorgte aber dafür, dass die erhofften Zuschauermassen ausblieben. „Eigentlich hätten wir das Rennen ausfallen lassen sollen“, ärgerte sich Andreas Schmid vom veranstaltenden Böbinger Rennsportclub „Misgurnus Fossilis“, dem es zudem die Teilnehmer wegspülte. Statt der geplanten 25 „Renn-Bulldogs“ waren nur zwölf am Start, weil die angekündigten Rasentraktorfreunde aus dem Großraum Hannover bis auf einen Unentwegten nicht anreisten. „Die hatten zuhause mit Überschwemmung zu kämpfen und sagten deshalb ab“, berichtete Schmid.

Die Zuschauer, die den Weg in die Kiesgrube bei Pischlach fanden, bekamen nichts desto trotz ein Spektakel auf dem rund 600 Meter langen Rundkurs geboten. Der hatte es mit Steigungen, Abfahrten, engen Kurven und schlammigen Passagen durchaus in sich. Vor allem beim ersten von drei Läufen hatten die Teilnehmer mit den Tücken des Parcours zu kämpfen. Nachdem die Strecke danach mit Baggern präpariert wurde, lief es im zweiten Durchlauf besser.

Versunken im Matsch sind so einige Mofas.

Jeweils als Vorprogramm für die „Mini-Rennmaschinen“ gingen zunächst immer die Mofas an den Start. Bei den acht Startern trennte sich dabei jeweils schnell die Spreu vom Weizen, sprich die getunten Zweiräder, allen voran zwei Zündapps, zeigten ihren Verfolgern, darunter dem Vorstand des TSV Rottenbuch, Björn Heidrich, recht schnell den Auspuff. Einige der Mofas hatten sogar Probleme die Anstiege zu bewältigen. Entsprechend gequält klang der Motor.

Den Sieg holte sich am Ende Martin Weber (Zündapp Haie Jagdberg) vor Gerd Stocker (Dirkofreunde Allgäu). Flotter unterwegs waren im Anschluss die Rasentraktoren, die für einen Umlauf rund 45 Sekunden brauchten. Bei zwanzig Minuten Fahrzeit kamen so einige Runden zusammen, die Mensch und Maschine auf eine harte Bewährungsprobe stellten. Angesichts des spritzenden Schlamms ähnelten die Fahrer bereits nach kurzer Zeit einem im Sumpf versunkenen Alien.

Ungeachtet dessen holten sie aus den Rasenmähern alles heraus, was zwangsläufig auch zu Ausfällen führte. Besonderes Pech hatte Lokalmatador Niki Schelle. Beim ersten Lauf blieb er schon am Start stehen, weil sein Motor abgesoffen war. Im zweiten erwischte es den ehemaligen Weltklasse Rallye-Piloten noch schlimmer. Nach einem Achsbruch verabschiedete sich das rechte Vorderrad und beendete damit die Ambitionen von Schelle auf eine vordere Platzierung. „Das war heute nicht mein Tag“, nahm er das Aus aber gelassen hin. Wobei ihm die Kiesgruben-Gaudi durchaus Spaß machte. „Im Training bin ich 42-er Runden gefahren, da wäre im Rennen schon noch was gegangen“, meinte Schelle.

Sein Vorderrad verloren hat Renn-Legende Niki Schelle.

Letztlich lieferte sich die Konkurrenz ohne ihn die Duelle um die Spitzenplatzierung, die am Ende Florian Hallmann vom Team „Märchenwald“ aus Schongau für sich entschied. Florian Weber (Regensburg) wurde Zweiter und Dirk Weber, der einzige Hannoveraner am Start, komplettierte das Podest mit Platz drei.

Roland Halmel

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