Die älteste von 16 historischen Ansichten der Jubiläumssammlung stammt aus dem Jahr 1899.

Freundeskreis Kloster Andechs

Mit neuen Ideen in die nächsten 30 Jahre

Andechs - Mit einem Jubiläumsprogramm und Veranstaltungen bei freiem Eintritt macht der Freundeskreis Kloster Andechs im 30. Jahr seines Bestehens auf sich aufmerksam. Ab 2017 ist eine neue Kulturreihe geplant.

„Es steht nicht alles still“, betont Nikolaus Neumaier. Der Vorsitzende des Freundeskreises Kloster Andechs hatte schon einmal eingeräumt, dass allein Vorträge und die beliebten Singen dem Auftrag des Vereins, nämlich der Förderung der Kunst, der Pflege und Erhaltung von Kulturwerten nicht gerecht würden. Er hatte aber auch angekündigt, dass an einem Umbruch gearbeitet werde. „Wir müssen uns verändern, wollen neue Zuhörer ansprechen, auch solche, die nicht Mitglied sind.“ Das Konzept dafür und die Pläne zur Feier des 30. Jubiläums in diesem Jahr stellten er und seine Vorstandskollegen Amelie Erhard und Wofgang Vogt gestern in der Kreissparkasse in Starnberg vor.

Die Wahl des Ortes kommt nicht von ungefähr. Vogt ist nicht nur begeistertes Vorstandsmitglied im Freundeskreis, sondern auch Geschäftsführer der Sparkassenstiftung. In dieser Funktion hat er zum Jubiläum eine Sammlung alter Andechser Postkarten-Ansichten zur Verfügung stellen können, die sich noch im Druck befindet, aber schon bald im Klosterladen für 5 Euro erhältlich ist. Es ist eine Auswahl von 16 Ansichtskarten. 44 weitere sind bis Ende Juli in der Halle der Kreissparkasse ausgestellt. Insgesamt ist die Stiftung seit 2006 in Besitz 370 alter Andechser Postkarten. „Ich hoffe, wir haben eine gute Auswahl getroffen“, sagte Vogt.

„Es sind schöne Ideen entstanden“, freute sich Vorsitzender Neumaier gestern. Schon Anfang des Jahres hatte er von einer möglichen Kulturreihe mit dem Namen Andechser Miniaturen gesprochen. Für diese Reihe, die viermal im Jahr im Zyklus der Jahreszeiten stattfinden soll, habe sich unterdessen auch eine Regisseurin gefunden, die sich inhaltliche Gedanken dazu macht. Schon im März hatte Neumaier gesagt, dass der Vorstand dies aus eigener Leistung nicht schultern könne. So viel verriet er: Es sollen wechselnde Orte sein – ob im Bräustüberl oder Open Air vor der Alten Apotheke. Gleichwohl sei es noch immer nur eine Idee, „mehr noch nicht“. Vorträge, Singen sowie die jährliche Klosterfahrt der Mitglieder bleiben erhalten. „Wir denken an einen bunten Mix“, der nicht in Konkurrenz stehe zu den anderen Kulturreihen, die von Fremdveranstaltern im Kloster stattfinden.

„Es geht uns nicht um mehr Mitglieder“, versichert Neumaier, „es geht uns um mehr Interesse.“ Und die neue Reihe soll in dieser Hinsicht ein Baustein sein, „der uns wichtig ist“. Dem vorangestellt sind in diesem Jahr jedoch die Jubiläumsveranstaltungen mit dem Festtag für Mitglieder am 29. Juli. Auch beim großen Familientag am 3. Oktober ist der Freundeskreis vertreten und bietet dort seine Jubiläumspostkartensammlung an. Am 16. Oktober findet aus Anlass des Jubiläums „ein etwas anderer bayerischer Musikabend“ mit Stefan Pellmaier und der Bavaria Percussion Brass Band im Florianstadl statt. Eine Veranstaltung bei freiem Eintritt. Deshalb ist eine Anmeldung an der Klosterpforte notwendig, und dies möglichst bald, die Karten werden schnell vergriffen sein. Gute Kontakte Wolfgang Vogts zu den Well-Brüdern ermöglichen einen Auftritt am 9. November. Diesmal freilich nicht kostenfrei. Den Abschluss des Veranstaltungsjahres bildet das beliebte Adventssingen, dessen Organisation wie auch die des Mariensingens in der bewährten Hand der Starnberger Volksmusikanten-Familie Schulz liegt. Es gibt also schon jetzt ein volles Programm und einen Vorstand, beseelt von einer Idee.

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