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Nur noch fünf Mönche leben derzeit auf dem Heiligen Berg im Kloster Andechs. Am Samstag wird der 50. Profess von Frater.

Kloster

Andechs gehen die Priester aus

Andechs – Zu Hochzeiten gehörten der Benediktinerabtei St. Bonifaz München mit Kloster Andechs weit mehr als 40 Mönche an. Das ist lange her. Es war die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Heute gibt es noch 17 Mönche im Konvent. Nur noch fünf von ihnen leben auf dem Heiligen Berg.

Der Entscheidung, einem Orden beizutreten, geht eine ernsthafte – eigentlich mehrere – Prüfungen voraus. „Es gibt einige Interessenten“, weiß Klostersprecher Martin Glaab. Die erste Prüfung ist nicht selten die Teilnahme an den Tagen für junge Männer, die das Kloster jedes Jahr anbietet. Heuer vom 30. Juli bis 6. August. Novizen hat St. Bonifaz zurzeit aber nicht. Männer, die vielleicht die – wie Glaab sie nennt – „kleine, agile Gemeinschaft“ verstärken könnten. Andechs wird aktuell von den Patres Valentin (47) und Anno (53) sowie den Fratres Stefan (72), Thomas (75) und Leonhard (45) betreut. 

Ältester Mitbruder in Andechs: Pater Thomas mit 75 Jahren

„Ich habe hier nicht nur einen Zettel hängen, natürlich wäre Unterstützung für Andechs als Wallfahrtsort auch wichtig“, sagt Glaab. Darüber entscheidet aber der Konvent mit Abt Johannes. Bis dahin sind die Aufgaben gut verteilt an Pater Valentin als Pfarrer von Erling, Pater Anno als Pfarrer für Frieding und Machtlfing sowie als Gastmeister auf dem Heiligen Berg. Frater Leonhard ist der Cellerar für alle Wirtschaftsbetriebe des Klosters und Sakristan der Wallfahrtskirche, Frater Stefan Chef im Klosterladen und Thomas war der Gärtner und ist mittlerweile im Ruhestand. 

Mit 75 Jahren ist Thomas nach dem Tod von Pater Coelestin vor einem Monat nun der älteste Mitbruder in Andechs. „Seine Schafe hat er aber immer noch“, betont Glaab. Und am Samstag, 5. Juni, feiern die Mönche in der Wallfahrtskirche die 50. Profess des ehemaligen Klostergärtners – den Jahrestag dessen Eintritts in den Orden. Einen Prior gibt es in Andechs nicht mehr. Aber Andechs sei auch nie ein Priorat gewesen, erklärt Glaab. „Der Titel wurde schon im 19. Jahrhundert, damals von Markus Sattler, nur aus München mit rausgenommen. Das hat schon immer zu Missverständnissen geführt“, weiß Glaab. 

Zwei Mitbrüder feiern ihre Primiz in Andechs

Der aktuelle Prior von St. Bonifaz und Andechs, Frater Emanuel, hat seinen Wirkungskreis als Betreuer der Obdachlosen in München. Zwei Mitbrüder empfangen am 5. Juni in der Basilika St. Bonifaz in München das Sakrament der Priesterweihe: Lukas Essendorfer (42) aus Bad Tölz und Matthias Leidenberger (46) aus Köln. Aber beide sind noch mindestens ein Jahr im Praktikum. Abt Johannes wurde Pfingsten 2000 gemeinsam mit Pater Korbinian in Andechs geweiht. Ein großes Ereignis seinerzeit, das erste dieser Art seit der Säkularistation. Die beiden Mitbrüder, die nun in München geweiht werden, feiern am 8. Juni (18 Uhr) zumindest ihre Primiz in der Klosterkirche Andechs.

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