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Orffs „Mond“ im illuminierten Florianstadl: Das bleibt ein Bild aus der Vergangenheit – erst einmal. Unser Foto stammt aus der letzten Festspielsaison 2015.

Andechs

Aus für neue Orff-Festspiele

Jetzt ist es fix: Nächstes Jahr wird es keine Orff-Festspiele in Andechs geben. Die Beteiligten geben aber noch nicht auf: Die Idee ist nicht grundsätzlich begraben.

Andechs – Das Programm war fertig, die Künstler gebucht, und am Montag in einer Woche sollte der Vorverkauf für die Carl-Orff-Festspiele 2017 in Andechs beginnen. Jetzt ist alles aus – ziemlich sicher für das nächste Jahr, und wie und ob es dann weitergeht, ist unklar. Der Veranstalter der neuen Carl-Orff-Festspiele Andechs & Ammersee, Florian Zwipf-Zaharia mit seiner Firma cultus production GmbH, hat im September Insolvenz angemeldet. Zunächst wusste er nicht, ob es nicht doch etwas werden könnte mit Orff in Andechs (wir berichteten). Am Donnerstag teilte er nun mit: „Die Festspiele finden nicht statt.“

Als Grund nennt Zwipf-Zaharia das eingeleitete Insolvenzverfahren für seine Firma. Er hatte Insolvenz angemeldet, nachdem viele seiner Veranstaltungen im vergangenen Sommer gefloppt waren. „Wir hatten ein fertiges Programm für die Orff-Festspiele“, sagt er. „Dieses Programm ist nächstes Jahr auch noch gut“, ist er überzeugt.

Alle Beteiligten – Zwipf-Zaharia als Veranstalter, die Carl-Orff-Stiftung als Mäzen und das Kloster Andechs als Spielort – betonen, dass es zwar 2017 nichts mit den Festspielen werde, man aber offen sei für die kommenden Jahre. Kloster-Sprecher Martin Glaab unterstreicht sein Bedauern über die Entwicklung. „Es gab inhaltlich keine Differenzen“, sagt Glaab. Grundsätzlich sei das Kloster bereit, den Florianstadl zur Verfügung zu stellen. Ob mit Zwipf-Zaharia oder jemand anderem, sei offen. „Wir reden mit jedem.“

Auch die Geschäftsführerin der Carl-Orff-Stiftung in Dießen, Ute Hermann, ist zuversichtlich, dass die Orff-Festspiele eine Zukunft haben. „Das ist nicht das endgültige Aus“, sagt sie.

Von 1998 bis 2015 hat das Kloster Andechs selbst Orff-Festspiele im Florianstadl veranstaltet. Wegen Differenzen in künstlerischen Fragen war das Kloster dann ausgestiegen. Nun sei aber Orff in Andechs begraben, sagt Glaab. „Wir sind offen gegenüber Veranstaltern, die an uns herantreten.“

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