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Mächtig und ungenehmigt: Die so genannte Alte Schmiede wollte Dr. Siegfried Genz vor zwei Jahren in eine Brennerei umwandeln, bekam von den Landwirtschaftsbehörden aber keine Zustimmung. Nun steht der Bau wieder auf der Tagesordnung, den sich Gemeinderäte wie Dr. Peter Haslbeck 2012 ansahen. Inzwischen ist das Gebäude leer

Maxhöhe

Neuer Anlauf mit Obst

Berg – Der Berger Gemeinderat hat zwei neue Bauanträge für Schwarzbauten auf dem Tisch.

Zwei Bauanträge für den Berger Gemeinderat zeigen, dass der Unternehmer Dr. Siegfried Genz seine Pläne für eine Obstverarbeitung auf der Maxhöhe noch nicht aufgegeben hat – und weiter versucht, die ungenehmigten Bauten wie die so genannte Alte Schmiede vor der Abrissbirne zu retten. Weiter gilt eine Frage: Erkennt das Amt für Landwirtschaft eine Privilegierung oder nicht? Zum einen geht es um eine Scheune mit Obstlagerung und Gerätschaften, zum anderen um ein Gebäude zur Obstverarbeitung und Destillation. Letzteres ist die „Alte Schmiede“, ein mächtiger Bau mit einem unbestreitbaren Charme. 

Der Unternehmer Genz wollte dort schon vor ziemlich genau zwei Jahren eine Obstbrennerei einrichten, was ihm das zuständige Amt nicht durchgehen lassen wollte – wegen fehlender Obstplantagen. Einige der Schwarzbauten auf der Berger Maxhöhe waren seinerzeit legalisiert worden, weil die Landwirtschaftsbehörde Genz in Sachen Rinderhaltung den Status Landwirt zugebilligt hatte. Ob sich an diesem Stand etwas geändert hat, weiß Bergs Bürgermeister Rupert Monn nicht – das sei Sache des Landratsamtes. 

Die Anträge werden Ende Juni öffentlich im Rathaus beraten

Er wird die Bauanträge ordnungsgemäß dem Gemeinderat vorlegen, der bisher außer in zwingenden Fällen wenig Neigung zeigte, Genz entgegenzukommen. Die Anträge werden am Dienstag, 21. Juni, ab 20 Uhr öffentlich im Rathaus beraten. Genz’ Architekt Christoph Eisenhut erklärte, der Unternehmer habe die Pläne nicht aufgegeben und inzwischen entsprechende Streuwiesen angelegt. Die Alte Schmiede sei leergeräumt und soll dann umgebaut werden. Genz wolle nicht nur Schnaps brennen – ein Brennrecht habe er, sagt Eisenhut –, sondern auch Obstsäfte herstellen lassen. Vielleicht, weil der Markt regionaler Säfte durch die Turbulenzen bei Perger gerade etwas ausgedünnt ist. 

Das Landratsamt konnte sich zu den neuen Anträgen auf Anfrage noch nicht äußern – sie liegen ja noch bei der Gemeinde, beim Kreis hat sie noch keiner gesehen. Es werde aber demnächst einen Ortstermin geben, sagte Kreissprecher Stefan Diebl, da Siegfried Genz dem Amt eine Reihe von Abbauten und Beseitigungen von Schwarzbauten gemeldet hat. Auch die große Solaranlage ist abgebaut.

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