"Eine völlig neue Situation"

Neuer Anlauf für Querungshilfe

Berg – Mit dem Flüchtlingsheim an der Marienstraße ist mit viel mehr Fußgängern auf der Isartalstraße zu rechnen. 

Eine Querungshilfe am Berger MTV-Sportgelände am Lohacker halten Verein und Gemeinde schon lange für dringend nötig. In Kürze umso mehr, wenn die Containeranlage für Asylbewerber am südöstlichen Ortseingang in Betrieb geht. Dabei hat das Staatliche Bauamt schon lange einen Plan für die Querung auf der Isartalstraße. Nur: Die Beteiligten reden nicht so recht miteinander.

Anfrage des MTV hatte durch Unfall erheblich an Brisanz gewonnen

Der MTV Berg hat sich vor fast zwei Jahren mit der Bitte, die Querung der Staatsstraße in Berg für Fußgänger sicherer zu gestalten, ans Landratsamt gewandt. Das schrieb im Dezember 2014 zurück, dass es sich melden werde, wenn die Sache untersucht sei. Denn zuständig für die Straße von Berg nach Aufkirchen ist das Staatliche Bauamt Weilheim. Gekommen ist nichts.

In Weilheim erfuhr der Starnberger Merkur im August vergangenen Jahres, dass es bereits Pläne gebe, wie eine Querungshilfe realisiert werden könnte. Die Anfrage des MTV hatte durch einen Unfall, in den ein Kind verwickelt war, erheblich an Brisanz gewonnen. Diese Pläne gibt es immer noch, sagt der für den Landkreis Starnberg zuständige Mitarbeiter im Staatlichen Bauamt, Christian Probst. 

Rathauschef Monn: Durch Bau der Asylbewerber-Anlage "völlig neue Situation"

Denn auch seine Behörde sei der Ansicht, dass man etwas für die Fußgänger unternehmen sollte an dieser Stelle. „Das ist ja fast eine Ortseingangssituation.“ Ein Zebrastreifen sei nicht möglich, aber eine Querungshilfe mit Verkehrsinsel. Doch wie kommen die Behörden zusammen? „In der Regel kommt die Gemeinde auf uns zu.“

Das will Bergs Rathauschef Rupert Monn tun. Er ist der Ansicht, dass durch den Bau der Asylbewerber-Anlage neue Fakten geschaffen würden und eine Querungshilfe vielleicht gar nicht ausreicht. „Das ist eine völlig neue Situation. Deshalb muss man auch über einen Zebrastreifen nachdenken“, fordert der Rathauschef. Zudem will die Gemeinde für ein Tempolimit direkt vor der Anlage an der Marienstraße sorgen.

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