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Verunstaltete Bücherbox: Juliane Seeliger-von Gemmingen lässt sich von den Chaoten nicht ins Bockshorn jagen und will die Graffiti-Schmierereien wieder entfernen.

Vandalismus am Wörthsee

Angriff auf die Bücher

Jeder darf sich ein Buch herausnehmen oder eines hineinstellen. Die schöne Idee vom öffentlichen Bücherschrank lebt auch am Wörthsee. Nun haben allerdings Chaoten eines der Möbelstücke mit Grafitti beschmiert. 

Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres sind die beliebten Bücherschränke am Wörthseeufer Ziel von Chaoten geworden. Nachdem im vergangenen Jahr Bücher aus den Schränken genommen, zerrissen und in den See geworfen worden waren, haben sich dieses Mal Graffiti-Schmierer an einem der Möbelstücke zu schaffen gemacht.

Die Graffiti auf dem Schrank an der Badestelle Maistraße in Steinebach sind alles andere als ein Hingucker: Die Unbekannten haben vermutlich in der ersten Pfingstferienwoche ein Peace-Zeichen samt hässlichem Herz darauf geschmiert. Beides gefällt Juliane Seeliger-von Gemmingen überhaupt nicht. Die Leiterin der Gemeindebücherei hatte 2015 zusammen mit Sabine Ströer und Bürgermeisterin Christel Muggenthal die Einrichtung der Bücherboxen initiiert.

Zwei Handwerker aus dem Ort stellten die Schränke an den Badeplätzen Maistraße und Seglerweg auf. Für die Erstausstattung sorgte die Gemeindebücherei, die jedes Jahr Spenden für einen Bücherflohmarkt sammelt. „Die Schränke werden super angenommen“, freut sich Juliane Seeliger über das stetige Geben und Nehmen: Die Regale füllen sich wie von selbst, denn jeder darf seine Bücher in die Schränke stellen und sich herausnehmen, was er gerne lesen möchte. Es klappt hervorragend: „Die Schränke sind immer voll“, sagt die Büchereichefin. „Es gibt einen täglichen Austausch.“ Genutzt werde das Angebot nicht nur von Bade-Touristen, sondern vor allem auch von Einheimischen. „Sie verwenden die Schränke als Bücherei“, weiß Seeliger.

Damit das Angebot nun auch optisch wieder etwas hermacht, haben sich die Damen gestern auf die Suche nach Mitteln gemacht, mit denen sie die Graffitis wieder verschwinden lassen können. Eine Möglichkeit wäre, die Verunzierungen mit anderen Bildern zu übermalen, „aber wir wollen den Urzustand wieder herstellen“, sagt Seeliger. Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, kann die Wörthseerin nicht sagen. Auf eine Anzeige gegen die unbekannten Sprayer ist ihren Angaben nach bislang verzichtet worden.

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