Sie thront wieder am angestammten Platz: die Jagdöttin Diana im Schacky-Park.

Schacky-Park

"Wir waren eigentlich wahnsinnig"

Dießen - Bei schönstem Frühlingswetter und einer Anlage in voller Pracht feierte der Förderkreis Schacky-Park am Sonntag sein zehntes Jubiläum. Als Geschenk gab es die Nachbildung der Diana-Statue. 

Vor mehr als 100 Jahren zogen Ludwig Freiherr von Schacky und seine Frau Julia nach Dießen, um im Süden des Ortes einen weitläufigen Landschaftspark anzulegen. Ausgestattet mit barocken Skulpturen, Brunnen und Teichen, einem herrschaftlichen Monopteros und einem asiatisch anmutenden Teehaus war der Park ihr Sommersitz – für zehn Jahre. Dann begann für den Park eine wechselvolle Geschichte. Seit zehn Jahren gibt es einen Förderkreis zur Wiederherstellung der Anlage, die schließlich von der Gemeinde gepachtet wurde. Innerhalb dieser Zeit wurde aus dem verfallenen Park ein lebendiges Denkmal. Und dies wurde gefeiert – höchst offiziell mit Bürgermeister und Landrat.

Die schweren Zeiten des vergangenen Jahrhunderts hatten den vielen Eigentümern der Anlage eine landwirtschaftliche Nutzung diktiert, deshalb war die kunstvolle Ausstattung des Parks bis zur Gründung des Förderkreises sich selbst überlassen geblieben. Auch noch, als er 1992 in die Denkmalliste aufgenommen wurde. Die Gruppe engagierter Menschen im Förderkreis nahm sich erst vor zehn Jahren des verfallenen Denkmals an. Und siehe da: In für alle erstaunlich kurzer Zeit konnte der Park restauriert werden, und die Marktgemeinde ist heute um eine eindrucksvolle Sehenswürdigkeit reicher. Bürgermeister Herbert Kirsch brachte dieses Staunen darüber in seiner Begrüßung besonders zum Ausdruck.

„Wie ein verwahrlostes Kind“ hätte der Park ausgesehen, als der Förderkreis sich seiner annahm, erinnerte die Vorsitzende Christine Reichert. Sie ist die dritte, die dieses Amt mit Freude ausfüllt nach dem Gründungsvorsitzenden, dem Archäologen Dr. Vinzenz Brinkmann, und Reicherts Vorgänger, der Geologe Dr. Dietrich Klemm. „Wir waren eigentlich wahnsinnig“, sagte Christine Reichert in ihrem Rückblick, „wir stürzten uns in ein unbekanntes Abenteuer. Unsere erste Vorstandssitzung nutzten wir, um das Teehaus zu finden. Mit Macheten ausgerüstet, schlugen wir uns durch die Wildnis – und fanden es nicht.“ Als Schriftführerin in dieser Zeit hat sie die ersten Einsätze in einer Art Tagebuch dokumentiert.

Die großzügige Spende einer unbekannten Spenderin, ein Zuschuss der Sparkassenstiftung und Leader-Förderung ermöglichten dann Dinge, die sich der Förderkreis so nicht leisten konnte – die Restaurierung von Monopteros, Brunnen, Brücken, Wegen und Teehaus. Am Sonntag nun kam die originalgetreue Nachbildung der Jagdgöttin Diana hinzu, die zum zehnten Jubiläum von der Franziska-Günther-Stiftung spendiert wurde.

Hoch aufragend stand Diana einst in diesem Park. Am höchsten Punkt des Wegekreuzes zog sie, einen Rehbock zur Seite, den Pfeil aus dem Köcher. Diese Skulptur war bislang nur durch alte Fotografien dokumentiert. Zu beiden Seiten stehen zwei Kunststeinbänke mit eindrucksvollen steinernen Löwenwangen, ein Motiv, das alle steinernen Bänke der Anlage begleitet. Das hohe Podest und die steinernen Löwenbänke waren bereits restauriert worden – nun kehrt auch die Göttin Diana an ihren Platz zurück. Sie wurde im Rahmen der Jubiläumsfeier am Sonntag enthüllt. Glücklicherweise gab es noch eine Silikonform. „Schon sehr abgenutzt und mit erheblichem Aufwand wurde die Abgussform wieder so präpariert, dass unsere Diana gegossen werden konnte“, freute sich Christine Reichert über diesen Neuzugang.

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