Dorfladen

Es gibt noch viel zu tun

Wörthsee – Der Gemeinderat Wörthsee stimmt der Bürgschaft zu – allerdings nur, wenn die Rechtsaufsicht letzte Bedenken ausräumt.

Wie geht es weiter mit dem Projekt Dorfladen in Wörthsee? Geplant und informiert wird schon lange, komplett umgesetzt ist die Idee aber noch lange nicht. Im Moment sind die Behörden am Zug, und genau deshalb ist vielleicht doch noch ein wenig Sand im Gebtriebe. Im dritten Quartal dieses Jahres wird es wohl nichts mehr werden, auch wenn die Initiatoren des Vereins „WIR – Wörthsee isst regional“ das so vorhatten. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates kam die Thematik wieder auf den Tisch. Diesmal ging es darum, dass die Gemeinde eine Bürgschaft über die Summe von 37 000 Euro übernimmt. 

Mietvertrag mit der Kreissparkasse ist noch nicht unterschrieben

Grünen-Rätin Birgit Dietrich sprach von einem „Meilenstein“, den man ins Rollen bringen könne, wenn die Bürgschaft seitens der Gemeinde übernommen würde. Warum? Der Zuschuss der Leader-Aktionsgruppe Ammersee (LAG) ist noch nicht geflossen, und wie Bürgermeisterin Christel Muggenthal berichtete, sei die Genehmigung dieses Zuschusses alles andere als selbstverständlich gewesen. Muggenthal: „Wir bekommen das Geld nicht, weil es ein Dorfladen werden soll, sondern wegen dem sozialen Aspekt des Projekts, weil es ein Treffpunkt im Ort werden soll.“ 

Für Franz Polz (CSU) kommt es nicht in Frage, eine Bürgschaft zu übernehmen. „Ich weiß nicht, warum ich als Gemeinde bürgen sollte, wenn keines der Vereinsmitglieder in das Risiko gehen möchte.“ Arthur Schnorfeil fügte hinzu, dass für die Entscheidungsgrundlage einer Bürgschaft Unterlagen wie ein Finanzierungs- oder ein Wirtschaftlichkeitskonzept fehlten. Dazu gibt es weitere Unwägbarkeiten: Der Mietvertrag mit der Kreissparkasse, in deren ehemalige Filiale der Dorfladen einziehen möchte, ist noch nicht unterschrieben. Umbau und Nutzungsänderung wurden ebenfalls noch nicht beantragt. 

Bürgschaft erst, wenn Zustimmung der Rechtsaufsichtsbehörde vorliegt

Und die Rechtsaufsicht im Landratsamt hat bereits Bedenken angemeldet, sollte die Gemeinde bürgen. Denn: Der Dorfladen sei im eigentlichen Sinne ein Wirtschaftsunternehmen. Abgestimmt über die Bürgschaft wurde aber doch. SPD, Grüne und Wörthsee Aktiv erhielten eine Mehrheit gegen CSU und Freie Wähler. Es soll also gebürgt werden, jedoch erst, wenn eine Zustimmung der Rechtsaufsichtsbehörde vorliegt. Es gibt noch viel zu tun.

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