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Tollkühne Fahrer beim Seifenkistenrennen in Unterbrunn

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Sieg für die „Klarwein“-Kiste: Sara Collet hatte bei den Kindern am Ende die Nase vorn. Der Beifall der mehr als 1000 Zuschauer war aber allen Teilnehmern des Seifenkistenrennens am Hang in Unterbrunn gewiss.
Sieg für die „Klarwein“-Kiste: Sara Collet hatte bei den Kindern am Ende die Nase vorn. Der Beifall der mehr als 1000 Zuschauer war aber allen Teilnehmern des Seifenkistenrennens am Hang in Unterbrunn gewiss.  © Photographer: Andrea Jaksch

Mehr als 1000 Besucher haben beim Seifenkistenrennen in Unterbrunn am Samstagnachmittag einen neuen Besucherrekord aufgestellt. Am Ende hatte die Kinderfeuerwehr die Nase vorn.

Unterbrunn – Einen solchen Andrang gab’s noch nie. Nach zwei Jahren Corona-Pause freute sich Mitveranstalter Andreas Heb am Samstagnachmittag über mehr als 1000 Zuschauer beim zwölften Unterbrunner Seifenkistenrennen. Familien mit Großeltern und Kleinkindern, auch Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger jubelten ihren Lokalmatadoren an der abschüssigen Rennstrecke mit den zwei zackigen 90-Grad-Kurven zu.

Um 14 Uhr standen die von Entwicklungsingenieur Andreas Heb abgenommenen Kisten oben am Hang. Niklas Großkopf (10) und sein Freund Philipp Methe (12) aus Königswiesen hatten die alte „Diana“ dabei. Das schicke Holzgefährt habe sein Großvater Pawel Karmazinhrt einst für seine Mama und deren Schwester gebaut, erzählte Philipp. Nach 30 Jahren im Keller ging nun der Enkel mit der himmelblau lackierten „Diana“, benannt nach der britischen Prinzessin, an den Start, wie Moderator Axel Höpner erklärte.

große Vielfalt: goldene Jubiläumskiste der Kinderfeuerwehr, grünes Fahrzeug der Jugendfeuerwehr

Eine Schau war die mit Glitzer und Goldgirlande dekorierte feuerrote Jubiläumskiste der Kinderfeuerwehr. Alexandra Heb und Riccarda Möcks, die Leiterinnen der Kinderfeuerwehr, hatten das Gefährt mit den Mädchen und Buben gebaut. Passend zu ihren Shirts ging die Unterbrunner Jugendfeuerwehr mit einer grünen Kiste an den Start. Johanna Haas war die Pilotin, die in der ersten Runde des K.o.-Rennens gegen Alexander Heb antrat. Der Zwölfjährige fuhr die mit seinem Vater Andreas gebaute „Naked“ – und war nach zwei Kurven als Erster im Ziel.

Letzten Endes war aber dabei sein alles. Alexander Haux (11) aus Krailling hatte mit seinem Vater, Bürgermeister Rudolph Haux, eine Kiste gebaut. Alexander ging gegen Maxi Ruhbaum ins Rennen. Der Nachwuchs-Pilot aus Gauting fuhr eine fantasievoll gestaltete „Currywurst“, aus der gelbe Schaumstoff-Pommes ragten. Bei den Rennsemmeln der Erwachsenen war Mitorganisator und Sammler „Mandi“ Geiger der Favorit, „unser heimlicher Dorfbürgermeister“, wie Höpner ihn ankündigte. Dank eines Fahrfehlers seines Gegners ging Geiger in der ersten Runde auch als Sieger ins Ziel.

Buntes Treiben herrschte an der mit elektrischem Weidezaun abgesperrten Rennstrecke auch abseits des Renngeschehens. An der Hüpfburg vergnügten sich die Kleinsten. Es gab von Unterbrunnerinnen selbst gebackene Kuchen, Getränke und Grillwürstel vom Gasthaus Högner. „Gut 25 Ehrenamtliche sind bei der Gaudi mit Veranstaltungstechnik und Kameraübertragung im Einsatz“, erklärte Andreas Heb.

Was für eine Gaudi: Zwei enge Kurven verlangten den tollkühnen Fahrern in ihren rasenden Kisten alles ab.
Was für eine Gaudi: Zwei enge Kurven verlangten den tollkühnen Fahrern in ihren rasenden Kisten alles ab. © Photographer: Andrea Jaksch

Bei den Kindern wurde am Ende Sara Collet (11) in ihrer weiß-blauen „Klarwein“-Kiste Siegerin, gefolgt von Alexander Heb in seiner „Naked“. Auf dem dritten Platz landete Tim Volkmann aus Weßling.

Robert Ruschig, Schwiegersohn von Hermann Geiger, trug bei den erwachsenen Piloten in seinem grün-schwarzen Gefährt wieder den Siegerpokal nach Hause, Zweiter wurde Valentin Fink, der die „Augustinerkiste“ der legendären Unterbrunner Maibaumdiebe steuerte. Rang drei ging an Florian Gemach, einen weiteren Schwiegersohn Geigers.

Als originellste Kiste prämierten die Zuschauerinnen und Zuschauer das feuerrote Jubiläumsgefährt der Kinderfeuerwehr. Auch die weiß-blaue „Klarwein“ sowie die rein technisch gebaute „Naked“ bekam Publikumspreise. Wer nicht dabei war, hat zwar etwas verpasst, kann aber noch einiges einholen. Demnächst sollen Drohnenbilder und noch zu schneidende Filmaufnahmen von der Gaudi in Unterbrunn ins Netz gestellt werden, blickte Andreas Heb voraus. cc

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