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Über mehr Platz für das Archäologen-Depot freuen sich Karl Ludwig Hebler (l.) und Hansjörg Hägele. 

Grundschulsanierung

Einige Räume mehr für Archäologen-Depot

Gauting – Auf Hochtouren laufen die Abbrucharbeiten im Querriegel der Grundschule neben dem Rathaus. Für insgesamt 2,8 Millionen Euro saniert die Gemeinde den rückwärtigen Anbau von Grund auf.

In das 1968 errichtete Gebäude werden ab September 2017 insgesamt sechs Grundschulklassen einquartiert, sagt Bauamtsleiter Christiane Ait im Pressegespräch. Kehrseite: Die Gesellschaft für Archäologie und Geschichte, die sich schon auf ihr neues Depot im Querriegel gefreut hatte, muss jetzt umplanen.

2,8 Millionen Euro teure Maßnahme wird vom Freistaat gefördert

Ursprünglich hatte der Rat im Anbau der bereits schmuck und energetisch sanierten Gautinger Grundschule das neue „Haus der Bildung und Vereine“ geplant. Doch weil sich die Zuzugsgemeinde mit jetzt über 21 100 Einwohnern gerade bei jungen Familien steigender Beliebtheit erfreut, platzt auch die untere Grundschule schon wieder aus den Nähten. „Bei der Regierung von Oberbayern stellten wir immer neue Zuschussanträge: Erst für zwei, dann für vier und jetzt für sechs zusätzliche Klassenzimmer“, wirft die zuständige Bauamtsleiterin Christiane Ait den Blick zurück.

Die 2,8 Millionen Euro teure Sanierungsmaßnahme wird vom Freistaat mit 613 000 Euro gefördert, ergänzt Rathaussprecherin Ricarda Polz. Doch wegen der sechs großzügigen Zusatzklassenzimmer – „keines unter 70 Quadratmeter“ – mit Nebenräumen sowie neuen WC-Anlagen musste aktuell auch das Konzept geändert werden. Zusatznutzungen wird es im Querriegel für die Musik-, die Volkshochschule, die Schule der Phantasie, das Eltern-Kind-Programm, aber auch den Arbeitskreis Ausländerkinder (AKAK) geben. Im „nassen“ Kellerraum des Katholischen Siedlungswerks, gleich gegenüber, sei die ehrenamtliche Hausaufgabenbetreuung für ältere Zuwandererkinder ab der sechsten Klasse nämlich seit Jahren sehr sbescheiden untergebracht, findet nicht nur Christiane Ait.

Entlüftungsanlage wegen der Feuchtigkeit gewünscht 

Mit den Archäologen machte sich die erfahrene Bauamtsleiterin auf die Suche nach einem Ausweich-Quartier. Denn im Querriegel ist definitiv kein Platz mehr für das überquellende Depot mit den römerzeitlichen Fundstücken aus Gauting. „Als Vorschlag“ brachten der Vorsitzende Karl Ludwig Hebler und Hansjörg Hägele von der Gesellschaft für Archäologie und Geschichte das Tiefgeschoss an der Reismühler Straße ins Spiel. Das bestehende Depot im gemeindlichen Haus mit BRK-Bereitschaftsdienst werde einfach „um zwei bis drei Räume“ ergänzt, erläutert Christiane Ait die neue Lösung. 

Denn einen kleinen Kellerbereich am Nachbargebäude nutzten die Archäologen ohnehin schon als erweitertes Depot. Wegen der Feuchtigkeit wünsche sich der Verein auch den Einbau einer Entlüftungsanlage, sagte Hägele bei seiner Buchpräsentation „Römische Münzen aus Gauting“ im Rathaus. Das letzte Wort dazu hat der Rat bei den anstehenden Haushaltsberatungen.

Von Christine Cless-Wesle

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