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Der Sommer kommt: Da die Wetterprognose für die nächsten Tage gut ist, werden auch in Gauting viele Radfahrer unterwegs sein. Die Polizei will sie verstärkt kontrollieren.

Verkehrskontrollen

Polizei jagt Radl-Rambos

Gauting - Am Donnerstag geht’s los: Die Polizei Gauting startet eine groß angelegte Kontrollaktion im gesamten Gemeindegebiet. Im Visier: Radfahrer.

Josef Schmid hat schon viel erlebt. Was in den vergangenen Wochen und Monaten allerdings auf Gautings Straßen abgeht, lässt den Sachbearbeiter Verkehr der örtlichen Polizei an der Vernunft der Bürger zweifeln. „Sie glauben gar nicht, was da alles dabei ist. Die fahren nachts in schwarzer Kleidung und ohne Beleuchtung, missachten rote Ampeln, Zebrastreifen und Stoppschilder. Wenn wir sie darauf aufmerksam machen, hören wir nur Ausreden“, poltert Schmid.

Damit soll bald Schluss sein. Denn so funktioniere ein sicheres Zusammenleben im Verkehr einfach nicht. Schmid ist manchmal ratlos: „Man fragt sich schon, was da in unserer Gesellschaft los ist, denn viele reagieren schon gar nicht mehr auf die Anweisungen von Polizisten.“ 

Damit sich das ändert und die betroffenen Radfahrer wieder an die geltenden Regeln halten, startet die Polizei Gauting am morgigen Donnerstag eine groß angelegte Kontrollaktion. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf Verhaltensvorschriften wie das verbotswidrige Fahren auf dem Gehweg und auf Ausrüstungsverstößen wie unbrauchbare oder gar keine Beleuchtung. Schmid erklärt, dass in jüngster Vergangenheit mehrfach Anrufe von Fußgängern eingegangen seien, die rücksichtsloses Verhalten von Radfahrern kritisierten. 

Unterstützt wird die Gautinger Inspektion, die die Kontrollen mindestens eine Woche lang vor allem im Schul- und Bahnhofsbereich durchführen möchte, von Kräften der Bereitschaftspolizei. „Wir werden bei entsprechenden Feststellungen konsequent durchgreifen. Die Betroffenen müssen je nach Verstoß mit Verwarnungen oder Anzeigen rechnen“, heißt es in einer Presseerklärung. Es könne einfach nicht sein, dass Radfahrer auf der Straße SMS schreiben oder telefonieren (kostet 25 Euro) oder mit Kopfhörern unterwegs (kostet 10 Euro) seien, so Schmid. Es gehe überhaupt nicht darum, die Bürger abzuzocken, sondern die Verkehrsteilnehmer für ein sicheres und rücksichtsvolles Verhalten zu sensibilisieren. Wie lange die Aktion dauert? Schmid: „Das hängt ein bisschen davon ab, was wir ab Donnerstag alles erleben werden. Wir sind sehr gespannt.“

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