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Taxis fahren in Gauting auch Kurzstrecken, versichern die Taxler.

Nach Vorwurf der Senioren

Gautinger Taxler versichert: Wir fahren auch Kurzstrecken

Den Vorwurf von Senioren im Ort will zumindest ein Taxifahrer in Gauting nicht auf sich sitzen lassen: Sebastian Sepperl versichert, dass er und seine Kollegen auch die weniger lukrativen Kurzstrecken fahren.

Über die jüngste Forderung des Seniorenbeirats nach einem „besseren Shuttle-Service“ für die ältere Generation (wir berichteten) wundert sich der örtliche Taxifahrer Sebastian Sepperl: In Gauting bieten seinen Angaben nach derzeit 15 Unternehmen ihre Chauffeur-Dienste an. All diese Taxler würden auch Kurzstrecken mit Bewohnern aus der etwas abgelegenen BRK-Senioren-Residenz Am Angerweg fahren, betont Sepperl. Einzige Ausnahme: „Wenn wir gerade Kranken-Fahrten übernehmen, müssen wir leider ablehnen“, sagt der Taxifahrer.

Im Seniorenbeirat war bekanntlich bemängelt worden, dass örtliche Taxler angeblich keine Kurzstrecken übernehmen. Sebastian Sepperl weist diesen Vorwurf weit von sich: Er spreche zwar nicht für alle, sagt er, und von den 15 Gautinger Taxichauffeuren würden ungefähr die Hälfte „vorwiegend“ Krankenfahrten von und zur Asklepios-Klinik am westlichen Ortsrand übernehmen, räumt er ein. Diese Gruppe chauffiere Patienten zum Beispiel täglich zur ambulanten Chemotherapie oder auch zur Reha in die nähere Umgebung. Deshalb seien diese Taxifahrer „vom normalen Tagesgeschäft“ in der Regel „absorbiert.“ Rufe dann vormittags ein Senior aus der etwas abgelegenen Gautinger BRK-Residenz Am Angerweg an und wünsche eine Kurzstrecke, „muss ich ablehnen“, so Sepperl. Doch er betont, dass das „keine Böswilligkeit“ sei. „Ich sage dann ehrlich, wo ich gerade bin.“

Ein Bewohner aus der Gautinger Senioren-Residenz, der „einmal im Jahr ein Taxi braucht“, lege dann aber „zornig“ auf. Der Senior sei auch der Meinung, dass stets ein Taxi bereit zu stehen habe, wenn er gerade am Bahnhof ankomme, aber: „Wir verdienen nur durchs Fahren“, wirbt Sepperl um Verständnis. Grundsätzlich sei die Lungenfachklinik für 50 Prozent der 15 Taxiunternehmer am Ort der „Hauptauftraggeber.“ Deshalb hätten Patienten-Transporte, darunter auch Asylbewerber mit Tuberkulose-Verdacht, in dieser Gruppe den Vorrang.

Doch „wenn ich keine Kranken-Fahrten erledige, können mich die Leute gerne anrufen“, betont Sepperl. Just zu Wochenbeginn habe er zum Beispiel eine ältere Dame aus der Gautinger Senioren-Residenz am Angerweg zum Metzger, Bäcker und zur „Markthalle“ in der Villenkolonie chauffiert, betont der Taxi-Fahrer, also „auf Kurzstrecken.“ Auch die andere Hälfte seiner Gautinger Kollegen, die keine Krankenfahrten übernehmen, stehe für solche Aufträge parat: Der auch von Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger im Seniorenbeirat empfohlene Gautinger Taxifahrer Paskaran sei „ein freundlicher und zuverlässiger Kollege“. Er übernehme jederzeit auch Kurzstrecken – „und ich kann ihn nur über den Schellenkönig loben“, so Sepperl. Ein anderer Kollege vom Taxistand am Bahnhof fahre wiederum regelmäßig die Schicht von 15 bis ein Uhr nachts. Doch den genannten älteren Herrn, der sich regelmäßig „in nicht nettem Umgangston“ beschwere, „interessiert das nicht“, ärgert sich der Gautinger Taxifahrer

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