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Keine Verzögerung soll es bei der Umfahrung nun mehr geben.

Verkehr

Gilchinger Westumfahrung baureif

Gilching – Die Westumfahrung Gilching kann gebaut werden – zumindest ist sie genehmigt. Die Regierung von Oberbayern gab einen entsprechenden Beschluss am Freitag bekannt. 2020 könnte der Verkehr rollen.

„Wir sind überglücklich“, sagt Heinz Angermaier. Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass der Bau der Westumgehung für Gilching nicht auf Jahre hinaus verzögert wurde. Gestern hat die Regierung von Oberbayern grünes Licht für den Baubeginn gegeben. Dem Planfeststellungsbeschluss durch die Regierung von Oberbayern gingen drei Bürgerbegehren voran. Noch unter Bürgermeister Heinrich Will wurde vor etwa 20 Jahren eine Entlastung der dicht befahrenen Römerstraße gefordert. Der Bürgerentscheid ging damals zugunsten der Umgehung aus. 

Kurz vor dem Planfeststellungsbeschluss, der für Frühjahr 2014 vorgesehen war, gab es im Februar 2014 einen Planungsstopp durch einen weiteren Bürgerentscheid, bei dem die Initiatoren ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub), Bündnis 90/Die Grünen, ÖDP und Bund Naturschutz eine deutliche Mehrheit bekamen. Die Interessensgemeinschaft hatte statt der sechs geplanten Unterführungen neun Querungen unterhalb der 4,8 Kilometer langen Trasse gefordert, was zu einer Umplanung und zu einer jahrelangen Zeitverzögerung geführt hätte. Dies wollten Heinz Angermaier und seine neu gegründeten BI „Westumfahrung Gilching – Jetzt!“ nicht hinnehmen. 

Voraussichtliche Baukosten: Rund 10 Millionen Euro

Im Frühsommer 2015 beantragte die BI einen Bürgerentscheid, der mit 65 zu 35 Prozent zugunsten der Wiederaufnahme der alten Planung ausging. Zufrieden zeigte sich Angermaier, nachdem er gestern von dem Planfeststellungbeschluss erfahren hatte. „Es ist geschafft. Wir sind überglücklich. Unser Engagement hat gezeigt, dass man auch auf sachlicher Basis und ohne Polemik an eine Sache rangehen und dennoch Erfolg haben kann. Ein Fest ist bereits in Planung.“ Laut Regierung von Oberbayern beginnt der Trassenverlauf an der Landsberger Straße im Bereich der nördlichen Rampen der Autobahnanschlussstelle Oberpfaffenhofen. Unter der Bahnlinie München-Herrsching ist ein Brückenbauwerk vorgesehen. Weiter geht es in einem großen Bogen vorbei am Rande der Kiesgrube und „mit möglichst großem Abstand um den Ortsteil St. Gilgen“ herum, bevor die Trasse auf die Weßlinger Straße trifft. 

Die Experten versprechen sich durch die Umfahrung eine spürbare Entlastung des Durchgangsverkehrs von Gilching, zumal der Schwerlastverkehr auf die neue Umgehungsstraße verlagert werden soll. Der Planfeststellungsbeschluss wird ab Mittwoch, 24. August, für vier Wochen zur Einsicht im Rathaus Gilching ausgelegt. Bis 12. Oktober besteht die Möglichkeit, den Klageweg zu beschreiten, erklärte Bauamtsleiter Max Huber. Die voraussichtlichen Baukosten gab er mit rund 10 Millionen Euro an, wobei etwa 70 Prozent staatliche Zuschüsse für die förderungswürdigen Maßnahmen zu erwarten sind. Mit Fertigstellung der Umgehung rechnet Huber frühestens Mitte 2020.

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