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Symbolbild

Fairtrade

Kampagne geht ins siebte Jahr

Herrsching - Seit 2010 ist Herrsching Fairtrade-Gemeinde, sei war damals eine der ersten, auf jeden Fall die erste in Bayern und damit auch im Landkreis. auch dank des engagierten Steuerungskreises wurde der Titel nun für weitere zwei Jahre vergeben.

Erst war es die Agenda 1997, dann das Klimasschutzbündnis, dem Herrsching 2001 beitrat. 2010 strebte die Ammerseegemeinde den Titel Fairtrade-Town an und bekam ihn als erste in Bayern und damit im Landkreis. Gauting folgte als bundesweit 73. Gemeinde mit diesem Titel im Jahr 2012. Herrschings Bürgermeister Christian Schiller freut sich, dass der Titel für seine Gemeinde nun um zwei Jahre verlängert wurde.

„Ich freue mich, dass wir diesen Titel für weitere zwei Jahre tragen dürfen.“ Schiller hatte die Urkunde vor sechs Jahren stolz entgegengenommen. Damals waren die Fairtrade-Towns noch rar. Mittlerweile gibt es weltweit 2000 von ihnen, darunter Städte wie London, Rom, Brüssel und San Francisco.

In Deutschland tragen 242 Kommunen diesen Titel. Herrsching war seinerzeit die 19. Gemeinde, die den Titel erhielt. In allen Kommunen haben sich Akteure aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft vernetzt und fördern den fairen Handel auf kommunaler Ebene – oft mit beeindruckenden Initiativen.

In Herrsching werden die Gemeinderäte in den Sitzungen mit Fairtrade-Produkten verköstigt. Und der Gemeindekindergarten hat im Ernährungsplan seiner Schützlinge das eine oder andere Bio & Fair Produkt auf die Einkaufsliste gesetzt. Die Gemeinde wirbt außerdem dafür, dass im Friedhof nur Grabsteine gesetzt werden, die ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt worden sind. Mittelfristig steht in den gemeindlichen Einrichtungen die Umstellung auf fair produzierte Blumen, Bälle, Spielzeug, Kleidung und Geschenkartikel an.

Herrschinger Vereine können übrigens in ihren Zuschussanträgen an die Gemeinde höhere Beschaffungskosten für Produkte, die ohne ausbeuterische Kinderarbeit entstanden sind, ausweisen und davon profitieren. Soweit es möglich ist, verspricht Bürgermeister Schiller, wird die Gemeinde diese Zusatzkosten bei ihren Entscheidungen besonders berücksichtigen. Unterstützt wird die Gemeinde von der Steuerungsgruppe Fairtrade-Gemeinde Herrsching, die die Aktionen zum Fairen Handel bereits seit sechs Jahren ins Leben ruft, abstimmt und im Blick behält sowie bei Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen für den Einsatz regionaler oder fairer Bioprodukte wirbt. Die Steuerungsgruppe wird von Martin Hirte geleitet. Unter anderem ihm ist damit zu verdanken, dass so manches lokales Unternehmen sein Angebot an fair gehandelten Produkten erweitert oder aufgebaut. Ob gängige Supermärkte oder Bio-Supermärkte, Eine-Welt-Laden, Bäckereien, Cafés oder andere Geschäfte: inzwischen ist es im Bewusstsein der Herrschinger verankert, beim Einkauf genau hinzuschauen. Damit erfüllt Herrsching alle Kriterien, und dies nun für weitere zwei Jahre. Bislang war der Titel für jeweils vier Jahre vergeben worden. Kriterien sind Ratsbeschluss, Steuerungsgruppe, Produkte in Sortimenten, Kampagnen und Veröffentlichungen.

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