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Die Fans machten sich um 8 Uhr morgens von Herrsching aus mit dem Bus auf nach Berlin.
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Wie eine Wand müssen die Herrschinger Volleyballer (v.l. Patrick Steuerwald, Tom Strohbach und Nicolai Grabmüller) heute Abend stehen, um in Berlin eine Chance zu haben. 
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Die Mannschaft fährt mit dem Zug nach Berlin.
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Wenn das mal kein gutes Omen ist: Maskottchen Flips steuert den Bus.
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Die Fans machen sich im Bus schon mal warm für den Pokal-Knaller.
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Die Fans machen sich im Bus schon mal warm für den Pokal-Knaller.
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Pinkelpause an der Autobahn: Maskottchen Flips muss sich auch mal erleichtern.
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Kurz vor Berlin: Herrschings Hallensprecher Alexander Tropschug macht die Fans schon mal heiß.

Volleyball

Pokal-Knüller des TSV Herrsching in Berlin: Die Bilder aus dem Fanbus

Herrsching - Heute Abend steigt das Volleyball-Pokal-Halbfinale beim Liga-Primus in Berlin. Für die Herrschinger ist es das größte Spiel der Vereinsgeschichte. Mannschaft und Fans sind seit heute Früh auf dem Weg.

Geht es nach den nackten Zahlen, könnten sich die Bundesliga-Volleyballer des TSV Herrsching den Trip nach Berlin sparen. Heute Abend, 19.30 Uhr, spielt die Mannschaft von Trainer Max Hauser bei den Berlin Recycling Volleys um den Einzug ins DVV-Pokalfinale (am 29. Januar 2017 in Mannheim).

Während es für die gastgebenden Berliner, immerhin der amtierende Deutsche Meister, nur ein Pokalhalbfinale ist, ist es für Herrsching das größte Spiel der Vereinsgeschichte. Die Berlin Recycling Volleys sind derzeit das Nonplusultra im deutschen Volleyball. Sechs Spiele, sechs Siege, 18:0 Sätze. Das allerdings in der Liga. Heute Abend ist aber Pokal, und der hat bekanntlich seine eigenen Gesetze. Nichtsdestotrotz sind die Hauptstädter in Deutschlands größtem Volleyball-Tempel, der Max-Schmeling-Halle, haushoher Favorit.

Seit der Auslosung vor knapp zwei Wochen wurde dem Pokalspiel deutschlandweit Beachtung geschenkt. Bekanntlich entzog die Volleyball-Bundesliga (VBL) dem TSV Herrsching das zugeloste Heimrecht, da die Nikolaushalle in der Ammersee-Metropole nicht den Vorgaben der VBL entspricht. Da der Verein keine Ausweichstätte parat hatte, findet das „Spiel des Jahres“ nun in Berlin statt. „Daheim wären unsere Chancen sicherlich etwas größer gewesen“, sagt Kapitän Benedikt Doranth. Dennoch fährt die Herrschinger Reisegruppe voll motiviert in die Bundeshauptstadt.

Wie kann das Wunder von Berlin gelingen? „Im Sport kann alles passieren. Wir müssen einen richtig guten Tag haben, Berlin einen nicht ganz so guten.“ Beim 0:3 vor drei Wochen konnte Herrsching zumindest im ersten Satz Paroli bieten, danach setzte sich die höhere Qualität der Hauptstädter durch.

In den sozialen Netzwerken frotzelten sich in den letzten Tagen Bayern und Berliner gegenseitig an. Auf Herrschinger Seite verputzte Ferdinand Tille genüsslich einen Krapfen („Ich vernasche Berliner“), die Berliner verschmähten ihrerseits die Weißwurst und aßen lieber eine Currywurst. Doch der Herrschinger Konter ließ nicht lange auf sich warten. Mit einem Panzertape befestigte man Shirt und Hose. „Diesmal lassen wir uns die Lederhosen nicht ausziehen“, forderte Trainer Hauser von seinen Spielern.

In Berlin muss Hauser auf Roy Friedrich und Florian Malescha verzichten. Beide gehören zur Arbeiter-Fraktion beim GCDW. Aber der Coach kann sich auf seinen Ex-Spieler-Pool verlassen. In Solingen sprang Michael Wehl ein, diesmal hilft Thomas „Bob“ Ranner aus. Der 29-Jährige, der in der Saison 2014/15 in Herrsching spielte und derzeit als Co-Trainer bei den Zweitliga-Mädels des MTV Stuttgart II beschäftigt ist, ist auf der Mittelblocker-Position daheim. Für den noch immer angeschlagenen Aleksandar Milovancevic (Rücken) ist Doranth die erste Alternative. Aber auch die beiden Mittelblocker Peter Ondrovic (Finger) und Nicolai Grabmüller (Knie) sind mit dabei, schließlich geht die Reise weiter. Von Berlin geht es am Freitag weiter Richtung Lüneburg, wo am Samstag bereits das nächste Ligaspiel auf dem Programm steht. 

Dirk Schiffner

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