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Ingrid Frömming bei ihrem Abschied als Vorsitzende des Freundeskreises: Da gab es schon Blumen. Heute feuert die CSU-Politikerin ihren 85. Geburtstag. 

85. Geburtstag

Die Grande Dame der CSU

Herrsching - Die Grande Dame der CSU im Landkreis Starnberg feiert heute ihren 85. Geburtstag. „Nur im Kleinen“, sagt sie.

Freunde und politische Wegbegleiter sind für den morgigen Dienstag in den Klostergasthof nach Andechs eingeladen. „Ich wollte, dass auch meine langjährigen Freunde Ilse Aigner und Thomas Goppel Zeit haben. Und deshalb musste ich mein Fest um einen Tag verschieben“, erklärt die passionierte Politikerin.

So leidenschaftlich, wie sie die Fäden der Kreis-CSU als Vorsitzende über viele Jahre in der Hand hielt, ging sie mit gleicher Begeisterung auch der Jagd nach. So oft es die Zeit erlaubte, strich sie mit ihrem Hund Nepomuk durch Andechs’ Wälder, beziehungsweise verbrachte sie Nächte auf einem für Jäger vorgesehenen Hochsitze. Zu Hause ist die gebürtige Ostpreußin heute in ihrer Wahlheimat Herrsching. „Hier habe ich meine Familie und meine Freunde, die Geschäfte sind fußläufig erreichbar und mir ist jeder Winkel vertraut“, sagt Frömming. Gehörte sie doch über viele Jahre dem Herrschinger Ratsgremium, dem Kreistag und dem Bezirkstag an. Außerdem war Landrat Heinrich Frey Stellvertreterin. Ihr letztes politisches Amt als Bezirksrätin legte „Frau Frömming“ – „ich bin nicht eitel, aber in meiner Heimat gehörte diese Titulierung zum Namen dazu wie etwa Baronin oder Freifrau“ – im Oktober 2003 nieder. Doch die Hände in den Schoß legen, das war nicht ihre Art. Bereits 1998 gründete sie den Freundeskreis Krankenhaus Seefeld, dessen Vorsitz sie nun an Bürgermeister Christian Schiller übergab (wir berichteten).

Eine Anekdote muss abschließend noch erzählt werden. Ingrid Frömming war zuletzt nie ohne Nepomuk unterwegs. Auf Versammlungen machte sich der Jagdhund meist selbstständig, war aber durch sein Kettengeklapper immer auffindbar. Auf einer CSU-Jahresversammlung in Andechs jedoch war er über lange Zeit weder zu sehen noch zu hören. Den Grund der ungewohnten Stille entdeckte Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. Während auf der Bühne große Reden geschwungen wurden, hatte sich Nepomuk die Ledertasche von Aigner vorgenommen. Übrigen geblieben waren lediglich die Henkel.

ph

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