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Am liebsten sitzt Malaika (10) aus Herrsching an ihrem Klavier, manchmal aber auch drauf.

Im Porträt

Malaika: Das Energiebündel mit vielen Talenten

Herrsching – Ihr Musiklehrer nennt Malaika ein Wunderkind. Wer die zehnjährige Herrschingerin kennen lernt, weiß genau was er meint. Die schüchterne Schülerin gibt am 4. Dezember ihr erstes großes Konzert.

Sie sieht aus wie eine ganz normale Schülerin, aber Malaika ist etwas Besonderes. Malaika hat viele Talente, und sie hat Freude daran. Begeistert setzt sie sich an ihr Klavier und beginnt mit ihrem Lieblingsstück „Rondo in D-Dur KV 485“ von Mozart. Sie spielt es auswendig und mit so einer Leichtigkeit, dass man kaum glauben mag, dass sie tatsächlich erst zehn Jahre alt ist.

Bereits im Alter von vier Jahren entdeckt Malaika Wainwright ihre Leidenschaft für die Musik. Der musikbegeisterte Vater Terry Wainwright war damals das Vorbild. Der 47-jährige Unternehmer aus Kalifornien spielt Gitarre und Klavier – er spielt gut, aber Profi ist er nicht. Er war es, der ihr einige Stücke am Klavier vorspielte und die Begeisterung seiner Tochter nicht ignorieren konnte. Die damals vierjährige Malaika wusste sofort: Das will ich auch lernen.

Der Herrschinger Klavierlehrer Paul Eigendorf unterrichtet sie seitdem und spricht respektvoll von einem Ausnahmetalent: „Ich habe selten eine so gute Schülerin gehabt – es ist ihre besondere Art mit den Stücken umzugehen, das gibt es nicht oft.“ Daher ist er besonders stolz auf seine Schülerin und hat für das nächste Jahr schon einige Projekte im Sinn.

Aber erstmal steht am zweiten Adventssonntag, 4. Dezember, ein großes Kinderkonzert im Theatersaal des Dießener Augustinums bevor. Malaika ist eine von vier Mitwirkenden. Dafür wird bereits fleißig an Werken von großen Komponisten wie Mozart, Bach und Berkowitsch geübt – unter anderem Malaikas Lieblingsstück „Rondo in D-Dur KV 485“.

„Normalerweise übe ich so eine Stunde am Tag Klavier und hab’ jedes Wochenende einmal Klavierunterricht“, sagt Malaika, „aber für das Konzert übe ich noch mehr am Wochenende und nutze zum Beispiel die Ferien, um noch mehr Klavierunterricht zu haben.“ Das Tagespensum ist damit dicht getaktet, denn Malaika besucht die Munich International School in Buchhof (Starnberg). Allein der Schulweg mit dem Bus dauert fast eine Stunde.

Das Klavier ist dabei nicht einmal das einzige Instrument, das Malaika beherrscht. Auch Gitarre, ein bisschen Trommel am Schlagzeug ihres Bruders Kelsey (7) und Kammermusik stehen bei der 10-Jährigen regelmäßig auf dem Programm. „Jeden Samstag gehen mein Papa, mein Bruder und ich zusammen in den Keller und spielen zusammen, da freue ich mich immer drauf“, sagt Malaika. Und auch in der Munich International School wird in fast jeder Pause musiziert. „Entweder singe ich dann oder übe das Gitarrespielen.“

Ihre Freunde finden das super und kommen zu dem ein oder anderen Konzert. „Ich spiele auch manchmal mit meiner Freundin Aricella zusammen. Sie spielt dann Geige und ich Klavier“, erzählt die sonst so zurückhaltende Malaika voller Begeisterung.

Aber auch damit sind noch nicht all ihre Talente abschließend aufgezählt, denn die Schülerin aus Herrsching beherrscht nicht nur Instrumente, sondern auch mehrere Sprachen. Sie spricht Mandarin, Deutsch und Englisch fließend. Spanisch übt sie seit mehr als einem Jahr. Das sind eine Menge Sprachen, aber der Grund liegt auf der Hand: „Zuhause reden wir eigentlich nur Mandarin oder Englisch“, erklärt die 10-Jährige, „aber mit meinem Bruder spreche ich hauptsächlich Deutsch. Und da einige meiner Freunde Spanisch sprechen, wollte ich das auch lernen.“ Da ihre malaysische Mutter Chew-Lee fließend Mandarin und ihr Vater als gebürtiger Amerikaner fließend Englisch spricht, wuchsen Malaika und ihr Bruder also von Geburt an mehrsprachig auf. Doch Vokabeln müssen trotzdem gelernt beziehungsweise wiederholt werden: „Alle drei bis vier Tage lerne ich Vokabeln.“ Und im nächsten Jahr kommt auch noch Französisch dazu.

Bei dem vollen Programm jeden Tag wirft sich die Frage auf, ob das für ein kleines Mädchen nicht zu viel ist. Malaika sagt dazu ganz ehrlich: „Ja, manchmal ist es sehr anstrengend, aber es macht mir Spaß, und ich habe dabei ja immer ein Ziel.“ In diesem Fall Dießen, im nächsten Jahr möglicherweise ein Konzert im europäischen Ausland. Bei aller Liebe zur Musik, lässt Malaika ihren Berufswunsch offen. „Entweder Pianistin oder vielleicht auch Meeresbiologin. Seit der ersten Klasse finde ich Wasser und Meerestiere super interessant.“ Ein krasser Gegensatz. Genauso ist es mit ihren Idolen: Taylor Swift und Johann Sebastian Bach.

Marie Makowka

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