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Symbolbild

Lage im August

Arbeitslosigkeit: Anstieg ist saisonal bedingt

Starnberg - Im Landkreis Starnberg ist die Arbeitslosigkeit im August um 230 auf 2042 Personen gestiegen.

Das waren 213 Arbeitslose mehr als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im August 3,2 Prozent (2,8 Prozent im Juli) und 0,3 Prozentpunkte höher als im August vor einem Jahr. Ein solcher Anstieg war seit Jahren nicht mehr im Landkreis Starnberg zu verzeichnen.

 Besteht Anlass zur Sorge? „Nein“, sagt Dirk Dieber, Leiter der Agentur für Arbeit in Starnberg. Sicher, die Zahlen seien etwas höher als in den vergangenen Jahren, aber das „bewegt sich im Rahmen“. Die Gründe für den ungewöhnlich starken Anstieg der Arbeitslosenzahlen lägen auf der Hand, so Dieber: „Die Abiturienten und Schulabgänger melden sich arbeitssuchend, bis sie im September ihre Ausbildung aufnehmen oder im Oktober zum Studium gehen.“ Eine Rücksprache mit der zuständigen Sachbearbeiterin habe ergeben, dass sich zwischen 55 und 60 Arbeitssuchende unter 25 Jahren bereits für Mitte September wieder abgemeldet hätten. Dadurch würde sich vieles wieder ausgleichen, so Dieber. 

Die Wirtschaft im Landkreis Starnberg sei robust, es gebe keinen Anlass zur Sorge. Ganz im Gegenteil: „Die Zahl der Stellenangebote ist explodiert“, so Dieber. Stand gestern seien 934 offene Stellen im Landkreis bei der Agentur für Arbeit gemeldet, allein im August kamen 281 freie Arbeitsstellen dazu, „so viel wie schon lange nicht mehr“. Zudem müsse man auch die Zahlen auch im richtigen Kontext betrachten: „Gemeinhin geht man bei einer Arbeitslosenquote zwischen 2,5 und 3 Prozent von einer Vollbeschäftigung aus“, so der Leiter der Starnberger Agentur im Gespräch mit unserer Zeitung. Ein gewisser saisonal bedingter Anstieg im Sommer sei normal und werde sich in den kommenden Monaten wieder einpendeln. Und auch im zu Ende gegangenen August hätten 440 Personen im Landkreis ihre Arbeitslosigkeit beendet.

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