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Der „Junge Chor“ der Fünft- und Sechsklässer bot einen überaus gelungenen Auftakt.

Christoph-Probst-Gymnasium

Gelungener Mix beim Sommerkonzert

Gilching – Ein begeisterndes Sommerkonzert legteb Schüler des Gilchinger Christoph-Probst-Gymnasiums hin.

In weißem Hemd und dunkler Hose drängeln sich die kleinen Sänger hinter den Kulissen. Nervosität und Aufregung liegt am Montag in der Luft, als sich die Schüler vom Christoph-Probst-Gymnasium fürs Sommerkonzert bereitmachen. Alle Stühle in der Aula sind belegt. Dann betritt der „Junge Chor“ die Bühne – geordnet und fokussiert. Die letzte Spur Lampenfieber löst sich auf, als Chorleiterin Kathrin Elstner die Arme hebt und zarte, feste Stimmen mit einem Stück rund um den fliegenden Teppich den zauberhaften Auftakt in ein abwechslungsreiches Konzert machen. 

Sänger bringen englische Fassungen bayerischer Tradition wunderbar zum Klingen

Ihre Darbietung überschrieben die Fünft- und Sechstklässler mit „Lebenskünstler“, vereinen in der Wahl der Lieder das Leben und die Kunst. Kunstvoll etwa „Nigun Schabbes“, eine jüdische Gebetsformel aus Südrussland, und kunstvoll „Heatwave“ von Kevin Standard, das in Tempo und Temperament an die Kompositionen von Andrew Lloyd Weber erinnert. Längst ist die Nervosität verflogen und der Gesang sauber und schön. Der erste große Applaus des Abends gilt den jungen Sängern und dem „Jungen Orchesters“, das unterdessen mit drei Geigen und einem Violoncello vorne Platz genommen hat. 

Leiter Stefan Buchner gibt auf seiner Geige den Ton an und den kleinen Instrumentalisten gleichzeitig Sicherheit. Konzentriert streichen sie die Menuette von Gottlob Neef und Georg F. Händel. Die Komponisten hätten ihre Freude am beherzten Einsatz der Musizierenden aus den beiden ersten Jahrgangsstufen gehabt. Unter der Leitung von Martina Swandulla übernehmen mit dem Vokalensemble die Schulälteren den Abend. Selbstbewusst und eindringlich präsentieren die Sänger die kreative Auswahl ihrer Version von „Aus deutschen Landen“, bringen englische Fassungen bayerischer Tradition und deutschem Liedgut wunderbar zum Klingen, begeistern die Zuhörer zum Abschluss mit „Mädchen lach doch mal“ textverständlich und klar akzentuiert. 

Krönendes Finale: „Ouvertüren und Tänze“ des Orchesters

Aus der deutschen Gegenwart geht’s in die 30er-Jahre zum Charleston – und was die Damen einst in frechen Fransenröcken aufs Parkett brachten, trägt das Instrumentalensemble schwungvoll und eingängig vor. Nach der Pause erfreut der Extra-Chor durch humorvolle Einlagen, während sich der große Chor der Siebst- bis Zehntklässler mit „Mamma Mia!“ ABBAs größten Hits annimmt und bei „I Have A Dream“ im ergriffenen Publikum Mitsänger findet. Das krönende Finale macht das große Orchester aller Jahrgänge mit „Ouvertüren und Tänze“.

Von Michèle Kirner

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