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Symbolbild

Giftköder an Wegen

Hundehalter greifen zur Selbsthilfe

Gauting/Starnberg - Die Serie geht weiter: In den vergangenen Tagen sind weitere Giftköder aufgetaucht. Hundebesitzer in Gauting greifen nun zur Selbsthilfe, während selbst die Polizei ihre Hunde nicht mehr frei laufen lässt.

 Die Zahl der Giftköder an Wegen im Würmtal und am Starnberger See ebbt ab. Nur drei Fälle sind aus den vergangenen drei Wochen bekannt. Laut Jörg Wuttke, Leiter des operativen Ergänzungsdienstes der Polizei in Fürstenfeldbruck, mussten bisher 24 Hunde medizinisch versorgt werden. Drei Fälle endeten tödlich. Die Ermittlungen kommen allerdings nicht so recht voran: Die Polizei hat noch keine Verdächtigen im Visier, zumal es nur wenige Hinweise aus der Bevölkerung gibt. Sie geht aber von mehreren Tätern aus. 

Die hohe Polizeipräsenz hat jüngst für einen Rückgang der Fälle gesorgt. Drei weitere Hunde waren betroffen: zwei in Starnberg, einer in Gauting. Selbst die Beamten nehmen ihre Hunde an die Leine: „Obwohl unsere Polizeihunde auf Kommando hören, kann man nicht ausschließen, dass auch sie Opfer von Giftködern werden“, erläutert Wuttke.

Hundehalter in Gauting greifen derweil zur Eigeninitiative. Am Mittwoch, 15. Mai, können sich alle Interessierten zum Thema „Giftköder in Gauting“ informieren. Mitorganisatorin Valerie Neher nennt das Ziel der Veranstaltung: „Hundebesitzer sollen die Möglichkeit erhalten, konkrete Information zu erhalten, da auch viele Mythen im Umlauf sind.“ Der Gautinger Polizeidienststellenleiter Thomas Ritzer wird erklären, wie Bürger sich verhalten sollen, wenn sie beispielsweise ein auffälliges Auto im Wald entdecken oder den Täter auf frischer Tat ertappen. Weitere Fragen werden die Tierärztin Dr. Gabriele Gindert, Hundetrainerin Corina Krömecke und der Geschäftsleiter der Gemeinde Gauting, Joachim Graf, beantworten.

Die Veranstaltung findet in der Pizzeria Forestalla, Münchner Straße 88, in Gauting statt. Beginn ist um 19 Uhr. Eintritt frei, auch Starnberger sind willkommen.

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