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Symbolbild

Barrierefreie Sozialwohnung

Glückliches Ende einer langen Suche

Eine vierköpfige Familie aus Feldafing mit einem behinderten Sohn und einem schwerkranken Vater hat nach einem Jahr endlich eine barrierefreie Wohnung im Landkreis gefunden.

Es gibt sie doch noch in diesen traurigen, dunklen Tagen. Die glücklicken Momente. Die Augenblicke, in denen die Mama von Familie C. endlich einmal vor Glück und nicht vor Verzweiflung weinen könnte. Dieser Tage war so ein Moment. Da hat Familie C. aus Feldafing den Mietvertrag für eine neue Dreizimmerwohnung unterschrieben. Ebenerdig, barrierefrei, nahezu perfekt für den zwölfjährigen Sohn, der wegen einer unheilbaren Muskelerkrankung seit drei Jahren an den Rollstuhl gefesselt ist.

Vor knapp einem Jahr hatte der Starnberger Merkur schon einmal über das Schicksal der Familie berichtet. Zusammen mit dem Kreisverband des Deutschen Kinderschutzbundes hatte die Familie damals öffentlich nach einer barrierefreien Wohnung gesucht. Die Resonanz auf den Aufruf? „Null“, sagt Yvonne Onusseit vom Kinderschutzbund. „Es gab keine einzige Rückmeldung.“ Umso größer war die Freude jetzt, als über den Verband Wohnen im Kreis Starnberg endlich die neue Wohnung vermittelt werden konnte, nachdem der Vormieter gekündigt hatte.

In ihrem alten Zuhause waren von der Garage bis zur Wohnungstür 50 Treppenstufen zu überwinden, dazu lag das Grundstück an einem extrem steilen Hang. „Es war für mich so gut wie unmöglich, meinen Sohn aus dem Rollstuhl zu heben und nach oben in die Wohnung zu tragen“, berichtet die 37 Jahre alte Mutter. Zumal der Ehemann und Vater (57) als Hilfe ausfällt. Er leidet an Lungenkrebs, ist mittlerweile zu 100 Prozent behindert. Die Mutter kann mit zwei Pflegefällen zu Hause nicht mehr arbeiten. Immerhin ist das Nesthäkchen, die vier Jahre alte Tochter, topfit.

Letzte Hürde - die Ablösung für die Küche

„Die neue Wohnung ist sehr schön“, freut sich die Mutter. „Mein Sohn kann sogar alleine heraus. Er ist total begeistert.“ Darüber hinaus ist sie gerade mal fünf Minuten vom alten Zuhause weg – alle sozialen Kontakte bleiben also bestehen.

Ein Jahr Suche nach einer kleinen barrierefreien Sozialwohnung, obwohl die Familie auf der Dringlichkeitsliste im Landkreis ganz oben stand – ein krasses Beispiel dafür, wie schwer sich Familien mit bescheidenen finanziellen Verhältnissen im Fünfseenland mittlerweile tun (lesen Sie dazu bitte auch den Kasten).

Für Familie C. ändert sich nun die Situation. „Gott sei Dank“, sagt Yvonne Onusseit vom Kinderschutzbund. Jetzt gilt es nur noch, eine allerletzte Hürde zu überwinden: Der Vormieter verlangt für die Küche 4000 Euro Ablöse. Eine Summe, die Familie C. nicht alleine aufbringen kann. Deswegen bittet der Kinderschutzbund, Kreisverband Starnberg um Spenden.

So können Sie helfen

Stichwort: Umzug Berk, IBAN

DE91 7009 3200 0002 9555 55

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