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Der Ammersee erreichte am späten Donnerstagabend die erste Meldestufe, der Pegel stieg in der Nacht weiter. Herrschings Bürgermeister Christian Schiller hat die Lage im Blick, ist derzeit aber nicht besorgt.

Die Lage an den Seen

Ammersee bleibt über Meldestufe

Starnberg/Herrsching - Die Hochwassergefahr im Landkreis Starnberg bleibt bestehen. Die entsprechende Warnung wurde zwar am Samstag aufgehoben, doch stieg der Ammersee weiter an.

Nach der offiziellen Vorwarnung vor Hochwassergefahren im Landkreis Starnberg hat der Ammersee am späten Donnerstagabend die Meldestufe 1 erreicht, die allerdings am Ostufer noch recht folgenlos ist. Bis es Überschwemmungen gibt, muss der See noch weiter steigen. Herrschings Bürgermeister Christian Schiller am Donnerstagnachmittagr: „Wenn er noch 30 Zentimeter steigt, haben wir ein Problem.“

Ungeachtet dessen haben die Behörden am Freitag gegen 8.30 Uhr eine weitere Hochwasserwarnung herausgegeben, diesmal offiziell vor Hochwasser, nicht mehr nur vor der Gefahr. "Der Pegel des Ammersees hat die Meldestufe 1 überschritten und wird voraussichtlich auch über das Wochenende über der Meldestufe 1 bleiben", heißt es darin. Es wird vor Ausuferungen und Überschwemmungen gewarnt. Die Warnung wurde am Samstag aufgehoben - obwohl der See weiter mehr als zehn Zentimeter über der Meldestufe liegt. Von den 30 Zentimetern, die Schiller fürchtet, sind damit 11 schon eingetreten. Allerdings gab es am Samstagmittag keine weiteren Steigerungen mehr.

Seit Schillers Kontrollbesuch an der Herrschinger Seepromenade ist der Ammersee knapp neun Zentimeter gestiegen. Am späten Abend erreichte der Pegel die Meldestufe. Am Freitagmorgen stand er sieben Zentimeter über der Marke und damit knapp 20 Zentimeter unter dem Stand, an dem es in Dießen in den Seeanlagen größere Überflutungen gibt. Der See allein ist aber nicht das Problem: Je höher er steht, desto höher steht das Grundwasser und drückt in Keller.

Gleiches gilt für den Starnberger See, dessen Pegel sich in den Nächten auf Freitag und Samstag kaum verändert hat.  Am Starnberger See jedoch wird für die kommende Woche mit Hochwasser gerechnet, da er erst nach und nach durchs Grundwasser auch im Süden gespeist wird. Und dort hat es stellenweise bis zu 80 Liter je Quadratmeter geregnet. Am Samstagmittag lag der Starnberger See fünf Zentimeter unter der ersten Meldestufe.

Starnbergs Kreisbrandrat Markus Reichart hat alle Sandsackbestände ermitteln lassen – rund 4000 gefüllte sind es und an die 50 000 leere. Die Herrschinger prüfen, wo sie ihre Füllanlage aufbauen und woher der Sand kommen soll. Auch das THW Starnberg, selbst gerade in Simbach im Einsatz, hat eine Anlage. Das alles dient der Vorsorge: „Massive Probleme sehe ich noch nicht“, sagt Reichart.

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