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Christoph Winkelkötter ist Geschäftsführer der Gesellschaft gfw.

Neue Studie

Top-Noten für Starnbergs Wirtschaft

Landkreis - Nach einer neuen Studie des Magazins Focus liegt der Landkreis Starnberg hinsichtlich der Attraktivität für die Wirtschaft bundesweit auf Platz sieben. Aber es ist nicht alles Gold, was glänzt.

Deutschland hat viele schöne Ecken. Angefangen bei der Hauptstadt Berlin als Magnet aller Kulturen, über Hamburg mit seinem florierenden Tourismus oder Konstanz mit dem Bodensee. Alle drei Standorte haben aber eines gemeinsam: Sie sind wirtschaftlich bei weitem nicht so attraktiv wie der Landkreis Starnberg.

Das zeigt eine neue Studie, die das Magazin Focus in seiner heutigen Ausgabe veröffentlicht. Insgesamt landet Starnberg unter 402 Landkreisen und Städten Deutschlands auf Platz sieben. Untersucht wurden fünf Kategorien: Firmengründungen (Starnberg: Platz 4), Produktivität und Standortkosten (4), Einkommen und Attraktivität (6), Sicherheit und Lebensqualität (48) sowie Wachstum und Jobs (131).

Dass der Landkreis Starnberg in zwei der Kategorien etwas abfällt, erklärt sich Christoph Winkelkötter, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Förderung der Wirtschafts- und Beschäftigungsentwicklung im Landkreis Starnberg (gfw), so: „Bezüglich der Sicherheit haben wir eine hohe Quote an Einbrüchen.“ Die Lebensqualität sei aber sehr hoch. Und im Bereich Jobs habe Starnberg bereits ein sehr gutes Niveau – da sei Wachstum schwerer möglich. „Nimmt man alle Studien zusammen, sind wir ein Top-Landkreis.“ Besonders in den Branchen Laser, Luft- und Raumfahrt sei Starnberg stark. Winkelkötter sieht auch den großen Stamm an Mittelständlern, die ihr Unternehmen solide führen, sowie den verbesserten ÖPNV positiv. Mittlerweile gebe es mehr Menschen, die nach Starnberg pendeln, als Landkreis-Bürger, die nach München pendeln. Auch die Wirtschaftsfreundlichkeit im Landkreis seitens der Behörden sei gut.

Aber: „Bei der Verfügbarkeit von Gewerbeflächen haben wir Probleme“, sagt Winkelkötter. Gerade die bestehenden Firmen sollten die Chance haben, sich zu erweitern. Und es brauche dringend bezahlbaren Wohnraum.

Auch IHK-Regionalausschussvorsitzender Martin Eickelschulte hält die Wohnsituation für die „ewige Baustelle und unser größtes Thema“. Das müsse aber politisch gelöst werden, indem mehr Flächen zur Verfügung gestellt werden. Warum Starnberg unter 402 Landkreisen und Städten auf Platz sieben landet, erklärt sich Eickelschulte anhand der Lage: „Es gibt keinen perfekteren Raum in Zusammensetzung aus Leben und Arbeiten als Starnberg.“ Vom Großraum München profitiere der Kreis wahnsinnig. „Ohne ihn hätte Starnberg diesen Stellenwert nicht.“

Gegenüber anderen Landkreisen sei die wirtschaftliche Organisation in Starnberg einmalig. „Gfw, Unternehmerverband und IHK haben eine große Einigkeit.“ Durch gemeinsame Veranstaltungen würden alle profitieren. Im Bereich Aus- und Weiterbildung sieht Eickelschulte dagegen noch Verbesserungsbedarf. Dabei geht es auch um die Berufsintegration von Flüchtlingen. Durch den Austausch mit Lehrern, Schuldirektoren und Unternehmen soll dieser Bereich gestärkt werden.

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