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Verwirrung um Kindergartenplätze

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Wörthsee - Die Ankündigung des Rathauses, den Waldkindergarten nicht länger zu bezuschussen, sorgt für Aufregung in Wörthsee - aus verschiedenen Gründen.

Der eine - Pfarrer Andreas Miesen - war erstaunt zu hören, dass sein Kindergarten nicht recht ausgelastet sei. Eltern - des Waldkindergartens - waren völlig überrascht, dass ihre Einrichtung ab Herbst keine Unterstützung mehr von der Gemeinde bekommt. Das Konzept für die Kindergartenstruktur in Wörthsee, das bis zum Sommer vorliegen soll, sorgt im Vorfeld erst einmal für eines: für Verwirrung.

In der jüngsten Ratssitzung berichtete Bürgermeisterin Christel Muggenthal aus der nichtöffentlichen Sitzung von Ende März. Damals hatte der Gemeinderat wegen der insgesamt hohen Betreuungszuschüsse von 202 000 Euro und offenbar nicht ganz ausgelasteter Kindergärten in Wörthsee beschlossen, den Waldkindergarten des FortSchritts ab Herbst aus der gemeindlichen Förderung herauszunehmen (wir berichteten). Die gute Nachricht vorweg: FortSchritt-Geschäftsführer Peter von Quadt versicherte auf Nachfrage, dass der Kindergarten im Herbst weitermachen werde. „Das ist eine Herzblutangelegenheit für uns.“

Neben dem Waldkindergarten gibt es in Wörthsee einen gemeindlichen, einen katholischen und einen Montessori-Kindergarten. Anders, als es in der Ratssitzung am Mittwoch dargestellt wurde, sind sie alle gut belegt - bis auf den gemeindlichen Kindergarten. Muggenthal war erstaunt zu hören, dass Pfarrer Andreas Miesens dreigruppiger Kindergarten eine Warteliste mit 50 Namen hat. Das entspricht zwei weiteren Gruppen. Denn im gemeindlichen Kindergarten, den die Lebenshilfe seit rund fünf Jahren führt, seien im Herbst eineinhalb von drei Gruppen nicht besetzt, sagt die Rathauschefin. Auch der Waldkindergarten habe 15 Anmeldungen für die 18 Plätze.

Warum der Lebenshilfe-Kindergarten so unbeliebt ist, kann Muggenthal nicht sagen. „Wir haben Gespräche mit dem Träger geführt, was man machen könnte, damit Kinder und Eltern zufriedener sind.“ Ergebnisse gebe es noch keine.

Der Zuschuss für den Waldkindergarten betrug laut von Quadt etwas mehr als 10 000 Euro. Muggenthal verweist auf den Ratsbeschluss. „Mir tut das auch leid, aber es gab die Tendenz, irgendwo mit dem Sparen anzufangen.“ Von Quadt hofft nun auf Spenden, um den Betrieb ohne Probleme aufrecht erhalten zu können. Wer helfen will: Tel. (0 81 51) 916 94 90.

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