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Plan B für die Hauptstraße

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Stoßstange an Stoßstange: Ein gewohntes Bild auf Weßlings Hauptstraße. © Stefan Schuhbauer-von Jena

Weßling - Eine verkehrsberuhigte Weßlinger Hauptstraße - davon träumen viele Weßlinger. Nun gibt es einen neue Initiative.

Die Realisierung einer verkehrsberuhigten Straße durch den Ort scheint eigentlich in weite Ferne gerückt: Die Umsetzung ist zu teuer (wir berichteten). Das will Roland von Rebay (CSU und Verkehrsverein) so nicht hinnehmen. Daher haben er, Vize-Bürgermeister Michael Sturm, Theo Kriebl (Ortsbildbeirat und Verkehrsverein), Andreas Lechermann (CSU), Felizitas Leitner (BG), Wolfgang Fries (Grüne) sowie Klaus Ebbinghaus (SPD) einen Arbeitskreis gegründet, der provisorische und mobile Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung erarbeiten will, die kostengünstig und bis zur Eröffnung der Umfahrung umsetzbar sind.

Mittel- und langfristig will die vor wenigen Tagen offiziell gegründete Vereinigung „mobil&lebenswert“ das außerparlamentarische Gegenstück zur Kommune sein, das sich einem integrierten Verkehrskonzept in Weßling verschrieben hat, so Rebay. Der Arbeitskreis bringt sich dabei ebenso ein wie die Nachbarschaftshilfe, der Verkehrsverein, die Mobilitätswende, der Bund Naturschutz, Unser Dorf sowie Referenten für Umwelt, Verkehr, Ortsbild und Landwirtschaft. In der Gruppierung verschmelzen somit viele bereits bestehende Gedanken und Ideen von Vertretern verschiedenster Interessen. Im Fokus der Aktiven steht unter anderem eine Bewusstseinsänderung beim Bürger, damit dieser mehr und mehr in die Pedale statt aufs Gaspedal tritt. „Eine Herausforderung“, gesteht von Rebay. 

Die Planung umfasst alle Ortsteile, nicht nur das Sorgenkind Hauptstraße, für das unterdessen ein vom Arbeitskreis ausgearbeitetes (provisorisches) Konzept besteht, das den Räten am 21. Juni vorliegt. Darin vorgesehen sind etwa vorgelagerte so genannte Fußgängernasen, Schrägparkplätze, Beruhigungsnasen direkt am Gehsteig, diverse Querungshilfen oder aufgeschraubte Inseln. Die Maßnahmen müssen noch den zuständigen Behörden zur Genehmigung vorgelegt werden und sind so konzipiert, dass sie teilweise in die mittel- und langfristige Planung einfließen. Das ist nicht immer ganz einfach, denn „jede Maßnahme kann eine Querwirkung herbeiführen“, weiß von Rebay. So brächte die Tempo-30-Zone eine Rechts-vor-Links-Regelung mit sich oder der anberaumte Fahrradstreifen könnte mit den Schrägparkern kollidieren. Ein Vorteil der angedachten Hindernisse ist deren Wiederverwendbarkeit. „Wir könnten eine Insel ganz einfach abschrauben und zum Beispiel bei potenziellen Schleichwegen anbringen.“ Dasselbe gilt für die so genannten Barken an den Parkplätzen. 

Und noch ein Ziel schwebt von Rebay vor: die weiterhin als Staatsstraße ausgewiesene Hauptstraße im Osten und die Gautinger Straße ebenfalls umzuwidmen. Weil: „Die ST 2349 ist nach der Schließung der Grünsinker Straße ein Blinddarm. Eigentlich müsste die Staatsstraße künftig von Unterbrunn direkt zur Autobahn geführt werden und da weiter in Richtig Etterschlag.“ „mobil&lebenswert“ tagt in Zukunft alle vier Wochen, das nächste Mal am 14. Juni.

mk

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