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In Hochstadt feiertn die Schützen des Landkreises ihren Gauschützenjahrtag.

Gauschützentag in Hochstadt

Und dann noch ein Festumzug

Hochstadt - Tausende Menschen waren am Wochenende im kleinen Weßlinger Ortsteil Hochstadt unterwegs. Der Gurnd: Die Schützen feierten 90. Geburtstag. Und zwar wie. 

Die Wiese am Hochstadter Ortseingang war kurzerhand zum Parkplatz umfunktioniert worden, Parklücken jedoch bereits um zehn Uhr morgens rar. Kein Wunder bei 59 Vereinen, die sich an diesem Sonntag nach der Messe in den Umzug einreihten und angeführt von der Blasmusik an den winkenden und jubelnden Anwohnern vorbei durch den Ort zogen. Anlass war der Gauschützentag, der heuer anlässlich des 90. Geburtstags der ortsansässigen Schützen in Weßlings Ortsteil stattfand.

 Mit 133 Mitgliedern sind die Aubachschützen der viertgrößte Schützenverein im Landkreis – und in der Altersstruktur der jüngste , so Christian Zollner, dessen Großvater Gründungsmitglied war. Das gute Wetter, feixte der 1. Schützenmeister, habe er bestellt – und wahrlich riss nach Ende des Gottesdienstes wie bestellt die Wolkendecke auf und der Himmel schickte Sonnenstrahlen auf die über 1000 Anwesenden, die sich in feiner Tracht und gesäumt von der Fahnenabordnung in den Festzug einreihten: Die Sängerinnen von Hochstadts Gesangsverein, die Blaskapelle Wielenbach, alle Schützenvereine Starnbergs, alle Hochstadter Vereine sowie die Feuerwehren. Unter ihnen auch der kleine Kamerad mit Schutzhelm, der mit den Beinchen sein knallrotes Bobbycar antrieb und dabei allerlei Löschgeräte im Anhänger hinter sich her zog, sicher ist sicher. Bürgermeister Michael Muther und die dritte Bürgermeisterin Siglinde Wastian begleiteten den Tross stilecht in einem historischen Cadillac, den Abschluss bildete ein Traktor namens „Dieselross“ aus dem Jahr 1938. 

Geschlafen haben die verantwortlichen Schützen in den vergangenen zwei Wochen höchstens spärlich, munkeln Kenner. Der Blick auf das Jubiläumsprogramm zeigt warum: Donnerstag rockte die Kultband „Erste Allgemeine Verunsicherung EAV“, Freitag DJ „Dominik Koislmeyer von Radio Energy München das Festzelt und Samstag sorgten „Luise Kinseher mit Hans Well & Wellbappn“ vor über 1000 Besuchern für Stimmung. Bis tief in die Nacht beschallten die Festivitäten den Ort und meistens war das Zelt brechend voll. Auch gestern nach dem Umzug hatten die Bedienungen alle Hände voll zu tun. Die Festreden von Vize-Landrat Tim Weidner und Bezirksrat Oberbayern Harald Schwab erreichten bei der Geräuschkulisse nicht in die hinterste Reihe. Die Stimmung war gut und Weidner freute sich bereits auf die Einladung zum 100-Jährigen. Zeit genug, sich zu erholen.

mk

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