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Jeden Tag eine Überraschung: Die Eigentümerinnen haben beim Umbau des Hechendorfer Bahnhofs mit Widrigkeiten zu kämpfen.

Bahnhof Hechendorf

Eröffnung hat leider Verspätung

Hechendorf - Umbau und Sanierung des Hechendorfer Bahnhofs entwickeln sich zu einem Kraftakt für die Verantwortlichen. Aber Dr. Isabel Mühlfenzl lässt sich nicht unterkriegen. Die für November geplante Eröffnung allerdings muss sie auf das Frühjahr verschieben.

Die zierliche Hechendorferin, stolze 89 Jahre alt, hat gute Laune an diesem trüben Vormittag. Über den Nachrichtendienst WhatsApp kommuniziert sie munter mit ihrer Tochter Caroline. Diese wiederum verhandelt gerade mit dem Gastronom David Hauer, der im Dießener Bahnhof das Vabéne-Mercatino betreibt, und der als Gastronom für den Hechendorfer Bahnhof Isabel Mühlfenzls absoluter Wunschkandidat ist. Aber so ganz ist das alles noch nicht in trockenen Tüchern.

„Diese Baustelle“, sagt Isabel Mühlfenzl dann und schüttelt den Kopf. Nie im Leben hätte sie gedacht, dass diese Baustelle sie so beschäftigen würde. „Wir haben ja schon einige Projekte gemacht – aber nie mit einem alten Bahnhof“, sagt die frühere Wirtschaftsjournalistin, die den leer stehenden Bahnhof im vergangenen Jahr gekauft hat.

Im Jahr 1904 hatte die Bahn die Station errichten lassen, seitdem ist dort aber kein Finger mehr gerührt worden – jedenfalls nicht, um das Bauwerk zu erhalten. Denn herumgewühlt, Stromkabel verlegt, Baumaterialien verbaut, die heute Sondermüll sind – das hat dann doch in dieser langen Zeit irgendwer irgendwann gemacht. Offensichtlich ist über Jahre hinweg auch der Strom angezapft worden, von wem auch immer. Auf der anderen Seite hätte die Stromversorgung für eine moderne Gastronomie nicht gereicht und musste komplett neu verlegt werden.

Dann erst die Verhandlungen mit der Bahn: „Ich glaube, ich hatte 20 verschiedene Gesprächspartner, mindestens“, sagt die Bahnhofsbesitzerin. Die Bahn hat in dem Gebäude noch einen Raum, in dem Technik untergebracht ist – auch darüber war zu verhandeln. „In Summe gab es jeden Tag eine Überraschung“, sagt Isabel Mühlfenzl über die zurückliegenden Monate. Das hat viel Zeit gekostet und auch Geld. Veranschlagt war das Projekt von Beginn an mit 1,3 Millionen Euro. Die werden wohl auch gebraucht – mindestens.

Mittlerweile ist der Sondermüll entsorgt, die drei Wohnungen und zwei Büros sind saniert „und sehr schön“, wie Isabel Mühlfenzl sagt. Sie können im Frühjahr vermietet werden. Unter den Planen, die in den nächsten Wochen entfernt werden sollen, blitzt das neu gestrichene Gebäude schon hervor. Stromkabel und Gasleitungen wurden verlegt. Das Konzept für den Buchladen steht, eine Buchhändlerin ist gefunden.

Dass es trotzdem nicht so schnell ging, wie sich Isabel Mühlfenzl das erhofft hatte – sie hatte auf jeden Fall noch vor Weihnachten eröffnen wollen – liegt auch an erforderlichen Trocknungsarbeiten im Erdgeschoss. Und daran, dass die Handwerker sich demnächst bis 6. Januar in die Weihnachtspause verabschieden. „Das habe ich alles nicht gewusst“, sagt Mühlfenzl und trägt es mit Fassung.

Im Frühjahr also soll es weitergehen. Dann kommt auch das Fresko, das ein mit der Familie Mühlfenzl befreundeter italienischer Künstler gefertigt hat (wir berichteten). „Wenn es so weit ist, transportiert er das hierher und bringt es auch selbst an“, sagt Isabel Mühlfenzl – und freut sich schon heute.

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