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Das Containerdorf an der Petersbrunner Straße in Starnberg: Eine ähnliche Anlage wird in Etterschlag entstehen. 

Flüchtlingskrise

150 Menschen wollen helfen

Steinebach - Das war nicht zu erwarten: An die 150 Menschen fast jeden Alters drängten sich beim ersten Asyl-Helferkreistreffen in der Grundschule in Steinebach. 

 „Nach den Wahlergebnissen vom Vorabend freut es mich besonders, dass heute so viele gekommen sind“, begrüßte Wörthsees Bürgermeisterin Christel Muggenthal die Zuhörer. Derzeit leben in der Gemeinde Wörthsee an unterschiedlichen Standorten 21 Asylbewerber aus Nigeria, dem Kongo, Afghanistan und dem Irak. „180 werden es bis Jahresende sein“, kündigte Muggenthal an, das seien zehn Menschen mehr, als die Kommune beherbergen müsse. Allein 144 Menschen werden die Containeranlage in Ettrerschlag beziehen, allerdings erst im September. „Aber wir dachten uns, wir brauchen die Zeit, um uns zu organisieren.“ 

Bekanntlich gehen die Flüchtlingszahlen derzeit zurück. Auf die Planung in Wörthsee hat dies laut Muggenthal keinen Einflusss. „Die großen Einrichtungen sollen geleert, die Flüchtlinge verteilt werden. Der Zuzugsdruck wird nicht nachlassen“, sagte sie. Beate Schnorfeil und Mariana Schlegel vom bis dato kleinen Helferkreis berichteten über ihre bisherigen Erfahrungen und verschwiegen nicht aus, dass es manchmal auch mühsam ist. „Mülltrennung bedeutet ihnen nichts, da muss man sie einfach immer wieder darauf hinweisen, wie das bei uns funktioniert“, erzählte Mariana Schlegel. Auch die Bereitschaft, die Sprache zu erlernen, sei unterschiedlich stark ausgeprägt. 

Eine Zuhörerin wollte wissen, wer denn den Flüchtlingen unser Regelwerk vermitteln werde. „Das ist Aufgabe von uns allen“, antwortete Mariana Schlegel. Sofort gebraucht würden Freiwillige, die bei der Hausaufgabenbetreuung helfen oder auch beim Sprachunterricht. Die Gemeinde will eine Koordinationsstelle einrichten.

Jeder ist eingeladen, sich zu engagieren – und wenn es nur für eine Stunde im Monat ist. Besondere Fähigkeiten sind nicht erforderlich. Am Ende des Abends konnte Muggenthal 83 Anmeldungen von Freiwilligen für die verschiedenen Anforderungen, vom Behördengang bis zum Sprachunterricht, entgegennehmen. Ganze Familien hätten sich angeboten, zu helfen. Auch für die Koordinationsstelle bewarben sich am gleichen Abend zwei Interessenten. Wer Lust hat, den Helferkreis zu unterstützen, kann sich auch in den nächsten Wochen noch mit der Gemeinde in Verbindung setzen,  (0 81 53) 9 85 80.

hvp

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