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Es ist vollbracht: Nach vielen vergeblichen Anläufen, einem nicht mehr für möglich gehaltenen 2. Platz in der Kreisliga und vier nervenaufreibenden Relegationsspielen hat der TSV Oberalting erstmals den Sprung in die Bezirksliga geschafft.

Fußball

TSV Oberalting endlich am Ziel

Oberalting - Es war der krönende Abschluss einer für den Landkreis sehr erfolgreichen Fußball-Saison. Der TSV Oberalting-Seefeld hat am Samstag den erstmaligen Aufstieg in die Bezirksliga geschafft.

Aberglaube alleine reichte nicht. Darum machte sich Kurt Schwalbach am späten Samstagmittag auf den Weg ins Kloster Andechs, um eine Kerze anzuzünden. Danach setzte sich der Abteilungsleiter des TSV Oberalting-Seefeld in aller Ruhe hinter das Steuer, um den Anstoß der entscheidenden Relegationspartie beim SV Waldperlach mit Sicherheit zu verpassen. „Ich habe alle Orte auf dem Weg ausführlich durchfahren“, erzählte er. Über den Liveticker des Internetportals „fussball vorort“ erfuhr der Abteilungsleiter von der Führung seines Teams. Als er kurz vor der Pause im mit 600 Zuschauern sehr gut besuchten Waldperlacher Waldstadion eintraf, stand es bereits 2:0. „Da habe ich mich dann doch getraut zuzuschauen. Ich war mir relativ sicher, dass der Gegner keine drei Tore mehr schießen würde“, sagte Schwalbach. Nach dem 0:0 im Hinspiel war klar, dass die Hausherren das Match auf jeden Fall gewinnen mussten.

Tatsächlich ließen die Pilsenseer im zweiten Durchgang nichts mehr anbrennen und konnten sich schon zeitig auf die Feier vorbereiten. Durch das 3:0 von Robert Rakaric war die Partie bereits in der 56. Minute entschieden gewesen.

In der ersten Halbzeit hatten die sehr effektiv spielenden Gäste die Waldperlacher und ihre zahlreichen Fans durch zwei Tore von Timo Pfeffer (Elfmeter nach Foul an Manuel Feicht) und einem sehenswerten Schlenzer von Ritvan Maloku bis ins Mark geschockt. Die Gastgeber hatten zuvor stark begonnen und in Person von Efrem Yohannes eine Riesenchance ausgelassen. „Glück gehört halt auch dazu“, sagte Oberaltings Trainer Michael Steidle.

So durften die Gäste beim Schlusspfiff die Arme hochreißen und ihren historischen Triumph genießen. „15 Jahre lang haben wir auf dieses Ziel hingearbeitet, jetzt ist es soweit. Es ist ein unglaubliches Gefühl“, jubelte Schwalbach, nachdem er bereits mehrere Duschen über sich ergehen lassen durfte. Die Feierlichkeiten waren aber längst noch nicht zu Ende. Die Versuche, den Rathausbalkon am Marienplatz – natürlich nicht in München, sondern im heimischen Oberalting – zu entern, mussten die Seefelder jedoch erstmal verschieben. „Es gibt noch einen Extraempfang vom Bürgermeister, der Termin steht aber noch nicht fest“, sagt Schwalbach.

Der Party tat dies jedoch keinen Abbruch. Gastwirt Thomas Ruf begrüßte die Aufstiegshelden mit einem Sekt- und Bierempfang. „Das war super“, schwärmte Steidle, der sich schon riesig auf die Bezirksliga freut. „Das wird eine Hammersaison mit Spielen gegen Berg, Pöcking, Penzberg, Fürstenfeldbruck oder Planegg. Da gibt es ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten“, so Steidle weiter.

Franco Simon, Trainer des SV Waldperlach, zeigte sich als fairer Verlierer. „Nach der Führung hatte Oberalting das Spiel sicher im Griff und steigt somit verdient auf. Gratulation an das Team von Milan Lapuh“, sagte der ehemalige Trainer des TSV Pentenried und des FC Gauting. Tobias Huber

Spielstenogramm

SV Waldperlach – TSV Oberalting-S. 0:3 (0:2)

SV Waldperlach: Ziguris - Schulz (59. Kisthardt), Mesisca, Mühlbauer, Wittmann, Walfort, König, Obermeier, Yohannes (59. Ba), Schierlinger (59. Rauschning), Zott

TSV Oberalting: Kraus - Pfeffer, Rawyler, M. Kasper, S. Muji, Ruf (61. T. Prammer), P. Kasper, Rakaric, Feicht (77. Fischer), Re. Maloku (72. Huber), Ri. Maloku

Tore: 0:1 Pfeffer (19., Foulelfmeter), 0:2 Ri. Maloku (30.), 0:3 Rakaric (56.)

Schiedsrichter: Christian Russer (TSV Kösching)

Zuschauer: 600

Stimmen zum Aufstieg

Ritvan Maloku (bester Oberaltinger Torschütze der Saison): „Das war vielleicht meine beste, aber auf jeden Fall meine schönste Saison. Der Zusammenhalt war so groß, es war wie bei einer Familie. Ich habe höherklassige Angebote. Wenn ich aber meinen Meister in Elektrotechnik machen darf, werde ich aufgrund des Zeitaufwands auf jeden Fall in Oberalting bleiben.“

Robert Rakaric (Winterneuzugang und Torschütze zum 3:0): „Ich werde meine aktive Fußballerkarriere auf jeden Fall in Oberalting beenden. Jetzt konzentriere ich mich aber erst einmal auf meinen nächsten Trainerschein. Man wird sehen, wie lange ich noch aktiv spielen werde. Dass ich nun doch noch ein Tor in der Relegation geschossen habe, ist mir egal. Wichtig war der Erfolg der Mannschaft.“

Marina Rakaric (Mutter von Robert Rakaric): „Wenn der eigene Sohn spielt, ist man immer besonders nervös. Dieser Erfolg ist für mich besonders wichtig, denn Oberalting ist unsere Heimat. Gut, dass ich meinem Sohn den Urlaub ausgeredet habe.“

Milan Lapuh (Trainer TSV Oberalting): „Diese Entwicklung ist unglaublich. Als ich vor knapp einem Jahr im Training mit sechs Spielern auf dem Platz stand, habe ich gedacht, das läuft wieder so wie in Starnberg. Aber die Oberaltinger Verantwortlichen haben das noch super hingekriegt.“

Michael Steidle (Trainer TSV Oberalting): „Jetzt machen wir erst mal zwei Wochen Pause. Das haben sich die Jungs verdient. Als Neuzugang hat bereits Luigi Martorana vom SV Söcking zugesagt. Mit seiner Erfahrung kann er uns vor allem vor dem gegnerischen Tor enorm weiterhelfen. Die Bezirksliga wird natürlich hart, aber wir werden das dennoch genießen.“

Markus und Patrick Kasper (Zwillinge, Spieler des TSV Oberalting): „Wir haben schon so oft gemeinsam Relegation gespielt. Jetzt nach zehn Jahren mit unserem Heimatverein den erstmaligen Aufstieg in die Bezirksliga zu schaffen, ist aber megageil. Die Zeit in Starnberg war enorm wichtig, durch die Erfahrung geht man viel ruhiger in ein so wichtiges Spiel.“

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