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Der Versammlungsraum war bei der Vorstellung des neuen Chefarztes heillos überfüllt.

Klinik Seefeld

Signale für die Zukunft

Seefeld - Erleichterung macht sich bei der Belegschaft der Klinik Seefeld breit. Die Vorstellung des neuen Chefarztes ist ein wichtiger Schritt in eine sichere Zukunft.

Bis Jahresende soll die Übernahme des Seefelder Krankenhauses durch das Klinikum Starnberg abgeschlossen sein, sagte dessen Geschäftsführer Dr. Thomas Weiler, der bei der Vorstellung des neuen Chefarztes Dr. Markus Wagner wie selbstverständlich dabei war.

Er betonte, dass Wagner nicht der Leiter der Außenstelle Seefeld sei, sondern „Chefarzt der Klinik Seefeld, die weiter eigenständig sein wird.“ Für Weiler ist Seefeld ein Mosaikstein im Plan, sich auf die medizinischen Herausforderungen der heutigen Zeit einzustellen. „Die Patienten werden immer älter und bringen eine Vielzahl von Vorerkrankungen mit. Daher verfolgen wir den Ansatz, dass in Seefeld eine interdisziplinäre Versorgung angeboten werden soll. Gemacht werden soll, was sinnvoll und gut für den Patienten, nicht was technisch machbar ist“, so Weiler. Das bedeute auch, dass Seefeld eben kein Verschiebebahnhof werden soll. „Sicher ist es nicht sinnvoll, in jeder Klinik jede Technik vorzuhalten, obwohl diese nur 15- oder 20-mal im Jahr gebraucht wird“, so der Geschäftsführer des Klinikums Starnberg. 

Technik und Spezialisten wandern, nicht die Patienten

Statt dessen sollen Technik und Spezialisten zwischen Penzberg, Starnberg und Seefeld wandern, zum Patienten kommen und nicht umgekehrt. Parallel dazu laufen die Planungen für den Bau eines provisorischen dritten OP-Saals in Seefeld. Provisorisch bedeutet nicht, dass er spartanisch ausgestattet ist, betonte Weiler. Ganz im Gegenteil: „Damit wird hier Technik verfügbar sein, die es bisher nicht gibt.“ Provisorisch ist nur die Nutzungsdauer. Denn in spätestens fünf Jahren soll entweder durch einen An- oder einen Neubau ein neuer Trakt mit neuen OPs, Aufwachräumen etc. entstehen, so Weiler. Er rechnet, dass noch in diesem Jahr mit dem Bau des provisorischen OPs in Seefeld begonnen werden kann – das Thema wurde bereits mehrfach im Kreistag diskutiert (wir berichteten). Kurzum: Die Klinik in Seefeld wird zukunftsfähig aufgestellt, nachdem sie noch vor kurzem akut von Schließung bedroht war. 

Voller Saal bei der Vorstellung des neuen Chefs

Ein weiteres Signal war die gestrige Vorstellung des neuen Chefarztes, der seine sichere Stelle in München aufgibt, um nach Seefeld zu wechseln. Das sorgte für Entspannung im hemmungslos überfüllten Besprechungsraum der Klinik. Jeder Mitarbeiter, der es einrichten konnte – vom Oberarzt bis zum Hausmeister – war gekommen, um den neuen Chefarzt zu erleben. 

Riesenapplaus für Interimschef

Den größten Beifall bekam freilich ein anderer: Dr. Rudolf Frank, Chef der Traumatologie, der momentan kommissarisch die Geschäfte führt. Auch ihm sei im Vorfeld mehrfach der Posten des Chefarztes angetragen worden, sagte der Geschäftsführer des Klinikums Starnberg. Aber: „Frank wollte nicht. Er will lieber operieren und nicht verwalten.“ Angesichts des tosenden Applauses für den Interimschef scherzte unterdessen Seefelds Bürgermeister Wolfram Gum: „Jetzt hört aber auf, sonst fordert er noch eine Gehaltserhöhung.“ Die Stimmung, sie ist mittlerweile wieder gut in Seefeld. Und der neue Chefarzt Markus Wagner kündigte gestern an, alles dafür tun zu wollen, dass es auch so bleibt. „Ich bin ein Teamspieler, mag eine familiäre Atmosphäre. Die Zeit der Halbgötter in weiß ist vorbei“, sagte er.

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