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Das Krankenhaus in Seefeld

Krankenhaus

Bauchchirurg wird Chefarzt in Seefeld

Seefeld – „Wir haben einen neuen Bauchchirurgen, der künftig als Chefarzt tätig sein wird“, teilte Dr. Thomas Weiler in der Info-Veranstaltung zur Chirurgischen Klinik Seefeld mit.

Wer es ist, daraus machte er noch ein Geheimnis. Vorgestellt wird der neue Chefarzt nächste Woche, versprach Bürgermeister Wolfram Gum. Viele Jahrzehnte lang hing die Übernahme durch das Kreiskrankenhaus Starnberg wie ein Damoklesschwert über der Seefelder Klinik. Befürchtet wurden Abwerbungen der Patienten sowie zu große Einflussnahme auf die operativen Geschäfte. Nun scheint das besiegelt, was verhindert werden sollte. 

Allerdings wird die Zusammenlegung mittlerweile als einzige Möglichkeit zum Erhalt des in die Schlagzeilen geratenen Seefelder Krankenhauses gesehen. Dr. Oswald Gasser, der als FDP-Vorsitzender am Donnerstag zu der Info-Veranstaltung eingeladen hatte, bezeichnete Starnbergs Klinik-Chef Weiler gar als „weißen Ritter“. „Mit ihm haben wir eine Koryphäe. Er denkt nicht nur als Mediziner, sondern hat auch die wirtschaftliche Seite des Hauses im Fokus“, betonte Gasser. Und nach „anfänglichen Vorbehalten“ sei man jetzt froh über die aktuelle Entwicklung. Wie berichtet, soll die Übernahme bis Ende 2016 über die Bühne gehen. Der Auflösung des Zweckverbandes und auch der finanziellen Unterstützung der chirurgischen Klinik in Seefeld habe der Kreistag mehrheitlich zugestimmt. 

Millioneninvestition ist Voraussetzung

Voraussetzung ist ein Anbau für eine internistische Abteilung beziehungsweise ein Neubau der Klinik. Unter dieser Prämisse werde auch das Ministerium für Gesundheit und Soziales mitziehen, versicherte Weiler. „Ein Neubau kommt aber nur in Betracht, wenn wir auch die Klinik Herrsching mit ins Boot holen können.“ Wegen eines Grundstücks für den Neubau müsse man sich im Außenbereich umsehen, da innerörtlich dafür kein Areal mehr zur Verfügung stehe. „Fest steht im Moment noch nichts. Jetzt sind erst einmal die Juristen an der Auflösung des Seefelder Zweckverbandes und an der Zusammenlegung mit Starnberg dran“, sagte Weiler. Erfreulich sei, dass seit Mittwoch ein neuer Chefarzt feststehe, der sich auf Bauch- und Darmchirurgie spezialisiert habe. Weiler bewertete die aktuelle Entwicklung als „sehr positiv und ich bin stolz darauf, dass wir eine Lösung gefunden haben, die den Fortbestand unseres 140 Jahre altes Krankenhauses sichert. Ich würde mich auch freuen, wenn wir die seit Jahren sehr gute Zusammenarbeit mit der Herrschinger Klinik künftig als gleichberechtige Partner weiterführen könnten.

Von Uli Singer

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