+
Auch viele Vögel leben am Aubach: Der Kreisgruppenvorsitzende des Landesbund für Vogelschutz (LBV), Horst Guckelsberger, zeigt zwei Besucherinnen Spechte.

Schutzgemeinschaft Aubachtal

Tolles Fest für die Umwelt

Auf den Spuren des Bibers und anderer Wildtiere wanderten die Besucher des Umweltfestes am Aubauch. Und auch Petrus hatte ein Einsehen und schob die Gewitterwolken beiseite.

Ute Dorschner von der Schutzgemeinschaft Aubachtal ließ sich nicht beirren: „Wir feiern bei jedem Wetter“, versicherte sie am Sonntagsvormittag mit Blick auf das für diesen Tag lang geplante Umweltfest am Aubach. Der Blick aus dem Fenster verhieß nichts Gutes, und der Sportverein stellte kurzfristig Zelte zur Verfügung. Doch dann hatte auch noch Petrus ein Einsehen: Gegen 13 Uhr verzogen sich für wenige Stunden die Regenwolken, so dass bis kurz vor Schluss bei sommerlichen Temperaturen gefeiert, gewandert und gebastelt werden konnte.

Gut beraten war, wer Gummistiefel anhatte. Hatte sich doch das Areal entlang des Aubachs in eine glitschige Schlammwüste verwandelt. Pünktlich zur Eröffnung kam Bürgermeister Wolfram Gum angeradelt. „Meine Stoßgebete wurden erhört. Die Sonne kommt durch“, gab er sich überzeugt, dass nicht ein leer gegessener Teller, sondern ein guter Kontakt nach oben für den Wetterumschwung verantwortlich war. Der Rathauschef zeigte sich begeistert vom Engagement der Ehrenamtlichen, die „eine tolle Arbeit leisten und sich seit Jahren für die Renaturierung des Aubachs stark machen“. Bereits im Vorfeld hatten die Mädchen und Buben des Waldkindergartens und der Grundschule Bilder zum Thema Aubach-Renaturierung gemalt. „Wir haben über 100 Werke kleiner Künstler erhalten, die wir alle im Rathaus ausstellen werden“, schwärmte Dorschner. Als Preise gab es Fanschals für die Fußball-EM und zum Leidwesen vieler Erwachsener für jedes Kind eine Pfeife. Weil Gespräche wegen des schrillen Vogelkonzerts kaum mehr möglich waren, bat Dorschner die Nachwuchspfeifer letztendlich, sich in einen hinteren Bereich zurückzuziehen.

Großer Andrang herrschte bei den zwei Biber-Führungen unter Leitung von Anke Simon. Die Expertin erklärte unter anderem, dass der Biber in der Lage ist, Fett zu produzieren, das er auf dem Fell verteilt. „Dadurch wird verhindert, dass Wasser unter das Fell eindringt“, sagte Simon. Paul Wiecha vom Arbeitskreis Schwalben und Mauersegler beim Landesbund für Vogelschutz warb um Unterstützer für das Projekt „Glücksbringer in Not!“. Er bat die Besucher, dem LBV Nistplätze von Schwalben und Mauerseglern mitzuteilen, beziehungsweise Orte vorzuschlagen, um dort Nisthilfen oder Kotbretter anzubringen.

Zum Basteln einer prunkvollen Ansteck-Brosche aus kleinen Holzscheiben, Holzleim und verschiedene Samen und Körnern lud der Waldkindergarten ein. „Bis jetzt wurden schon über 100 Broschen gebastelt“, freuten sich die Organisatoren. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt. Selbstgebackene Kuchen und Kaffee gingen gegen eine Spende für die Schutzgemeinschaft weg wie warme Semmeln. „Für uns war wichtig, in vielen persönlichen Gesprächen die Bürger von unserer Arbeit zu überzeugen und den Nachwuchs für eine bessere Umwelt zu sensibilisieren. Diese Botschaft, glaube ich, ist angekommen“, freute sich Ute Dorschner über den gelungenen Tag.

Auch interessant

<center>Oberbaierischer Fest-Täg- und Alte-Bräuch-Kalender 2017</center>

Oberbaierischer Fest-Täg- und Alte-Bräuch-Kalender 2017

Oberbaierischer Fest-Täg- und Alte-Bräuch-Kalender 2017
<center>Honigwilli</center>

Honigwilli

Honigwilli
<center>Honigschlehe</center>

Honigschlehe

Honigschlehe
<center>Christbaumschmuck "Gemse" mundgeblasen</center>

Christbaumschmuck "Gemse" mundgeblasen

Christbaumschmuck "Gemse" mundgeblasen

Meistgelesene Artikel

Die große Tour ins große Glück

Hechendorf : Die Familie Schneider lebt das, wovon andere ihr Leben lang träumen: ein Jahr aussteigen, den Alltag hinter sich lassen, die Welt erkunden, sich treiben …
Die große Tour ins große Glück

Kommentare