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Am Ende fehlte das Quäntchen Glück: Die Deutschen Ferdinand Gerz und Oliver Szymanski verpassten das Medal Race der besten Zehn haarscharf.

Olympisches Segeln

Gerz/Szymanski verpassen Medal Race

Wörthsee - Es hat nicht sollen sein: Ferdinand Gerz und Oliver Szymanski vom Seglerverein Wörthsee schrammten bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro um einen Platz am Medal Race in der 470er-Klasse vorbei.

Als das letzte Rennen gelaufen war, ging der Wettkampf erst richtig los. Was auf dem Wasser nicht gelang, sollte am grünen Tisch korrigiert werden. Die gute Laune, die Ferdinand Gerz nach dem Abschluss des zehnten Laufs noch hatte, verfinsterte sich schnell. „Es sieht nicht so gut aus“, räumte der Skipper vom Segler-Verein Wörthsee ein, „es laufen zwar immer noch Proteste, aber uns fehlen schon zwei Punkte auf Platz zehn.“ Letztlich verpassten die beiden Deutschen das Medal Race.

Die Teilnahme am Medal Race der 470er bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro schien für den oberbayerischen Steuermann und seine Vorschoter Oliver Szymanski zum Greifen nah. Da wegen der schlechten Witterungsverhältnisse zuvor drei Wettfahrten auf einmal absolviert werden mussten, besaß die Crew noch alle Chancen, einen Platz unter den Top Ten zu ergattern, der zur Teilnahme am Medal Race berechtigt hätte. Die beiden Deutschen lieferten dann eine Vorstellung ab, die man ihnen schon vom ersten Tag an gewünscht hätte. Mit den Plätzen sechs, vier und sechs gelang ihnen ein phänomenaler Schlussspurt, den nur die wenigsten Teams in der 26 Mannschaften großen Konkurrenz zu kontern wussten. Nur die Griechen Panagiotis Mantis und Pavlos Kagialis, die hinter den Kroaten Sime Fantela und Igor Marenic in der Gesamtwertung an zweiter Stelle landeten, sowie die australischen Titelverteidiger Mathew Belcher und Will Ryan, die auf Rang drei liegen, und die sechstplatzierten Briten Luke Patience und Chris Grube waren in den letzten drei Rennen besser als sie. Gerz war mit der Ausbeute hochzufrieden: „Wir haben einen guten Abschlusstag zeigen können.“

Für diese Leistung hätten er und Szymanski eigentlich auch die Teilnahme am Medal Race verdient gehabt. Zunächst wurden sie auch nicht auf Position zehn des Tableaus geführt, punktgleich mit den Neuseeländern Paul Snow-Hansen und Daniel Willcox. Aber der Tagessieg in der sechsten Wettfahrt gab den Ausschlag für die Deutschen. Doch dann starteten die Proteste, an denen Gerz und Szymanski zwar nicht direkt beteiligt waren, aber in deren Folge sie den zehnten Platz verloren und auf den elften abrutschten. Und so hatten sie 94 Punkte auf dem Konto, während die Neuseeländer und die Schweizer Yannick Brauchli und Romuald Hausser auf jeweils 92 kamen und sich somit als Neunte und Zehnte noch im letzten Moment qualifizierten.

Das Medal Race hätten Gerz und Szymanski nicht nur wegen ihrer Steigerung zum Ende der Regatta verdient gehabt. Ein Laufsieg und vier weitere Top-Ten-Platzierungen (9/6/4/6) reichten aber um Haaresbreite nicht aus, weil sie sich das eine oder andere zu hohe Ergebnis geleistet hatten (13/ 18/23/14). Vor allem der 24. Rang in der siebten Wettfahrt, den sie zwar streichen konnten, schmerzte. So fehlte der Crew am Ende auch ein wenig das Glück, um sich für eine starke Leistung zu belohnen.  Christian Heinrich

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