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Stadt verbannt Glyphosat

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Starnberg - Pestizide, Klärschlamm, Glyphosat - die Stadt Starnberg hat etwas gegen Chemie auf ihren Grundstücken. Zehn Punkte müssen künftig beachtet werden.

Insgesamt zehn Punkte hat der Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität letzte Woche einstimmig beschlossen, die den Umgang mit Pestiziden und mehr auf städtischen Flächen regeln sollen. Auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte Theresa Edelmann, im Rathaus für Grünplanung zuständig, zuvor den Ausschuss über die bisherige und beabsichtigte Handhabung informiert. Die Vorgaben zum Grünflächenmanagement und Naturschutz sollen im kommenden Jahr auf der Homepage der Stadt veröffentlicht werden, ebenso Links auf die lokalen und regionalen Beratungs- und Informationsdienste.

Die Stadt tritt, so einer der zehn Punkte, den Verbünden „Kommunen für biologische Vielfalt“ sowie „Netzwerk Blühende Landschaft“ bei. Sie erhofft sich dadurch einen verbesserten Austausch mit anderen Kommunen. Weiter wurde beschlossen: Auf landwirtschaftlichen Flächen der Stadt ist der Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen nicht gestattet, ebenso wenig der Einsatz des Unkrautbekämpfungsmittels Glyphosat, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein. So weit wie möglich soll auch auf Pflanzenschutzmittel verzichtet werden. Die Vorschriften will Edelmann künftig in neue Pachtverträge aufnehmen, die die Stadt über Acker- und Grünland abschließt. Insgesamt geht es um die Grundsätze des ökologischen Land- und Gartenbaus.

Verzicht übt die Stadt beim Ausbringen von Klärschlamm. Kunstdünger soll in der Landwirtschaft auf das notwendige Maß begrenzt werden. Die Stadt verpflichtet sich außerdem zur Einrichtung eines Streusalzmanagements beim städtischen Winterdienst, um den Salzeinsatz zu minimieren. Dr. Klaus Rieskamp (BLS) wollte regelmäßige Prüfungen bei den Pächtern verankern. Auf seinen Vorstoß hin wurde aufgenommen, dass sich die Stadt das Recht zu Bodenproben beziehungsweise zur Forderung, die Prüfergebnisse von Behörden vorzulegen, vorbehält.

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