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Einheimischenmodell Am Wiesengrund

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Starnberg - 200 Wohneinheiten auf 35 000 Quadratmeter Fläche für Einheimische an der Straße Am Wiesengrund: Das schwebt Starnbergs Rathauschefin Eva John vor.

Gibt es in Starnberg einen Bedarf für ein weiteres Einheimischenmodell? Diese Frage will das Rathaus bis Ende Juni klären. Wie Bürgermeisterin Eva John in einem Pressegespräch sagte, geht sie sehr wohl davon aus. Sie rechnet mit einer möglichen Vergabe von Baugrundstücken Am Wiesengrund ab 2017.

Am Wiesengrund stehen laut John 35 000 Quadratmeter zur Verfügung, die sich zudem bereits im Eigentum der Stadt befinden. Der Platz war schon einmal für ein Einheimischenmodell im Gespräch, das sich dann aber zerschlug: das Familiendorf. Die Fläche liegt am südlichen Ende von Starnberg, nahe Waldspielplatz und westlich des Schmalzhofs. Die Umgebung ist im Flächennutzungsplan Landwirtschaft und Reines Wohngebiet. Letzteres hat dazu geführt, dass Pöcking für sein am Schmalzhof geplantes Gewerbegebiet nun doch höhere Schallschutzvorgaben macht als zunächst vorgesehen, um heutige und künftige Bewohner der Nachbarschaft vor Lärm zu schützen.

John hat in Zusammenarbeit mit der Bauverwaltung ermittelt, wie viele Wohneinheiten auf der zur Verfügung stehenden Fläche realisierbar wären. „Wir denken, es sollten einige Doppelhäuser, aber mehr Reihenhäuser und Wohnungen entstehen, eventuell auch ein Teil sozialer Wohnungsbau“, sagte sie im Gespräch mit der Presse. Bei diesem Verhältnis ließen sich 200 Einheiten unterbringen. Wohnungen und Reihenhäuser sollten nach ihren Vorstellungen im gleichen Verhältnis gebaut werden. Den Grund und Boden wolle man zum Teil subventioniert abgeben, entweder im Erbbaurecht oder über einen reduzierten Bodenpreis.

Johns Zeitplan sieht so aus: Die Fragebögen zur Bedarfsabfrage will das Rathaus bis zu den Sommerferien eingesammelt haben. Dann gehe das Bauamt daran, planerische Konzepte zu entwickeln, die im Anschluss in den Stadtratsgremien politisch beraten werden müssten. Ein Bebauungsplanverfahren hält die Bürgermeisterin für unabdingbar. Trotzdem ist sie optimistisch, ab 2017 nach einem vorher festgelegten Kriterienkatalog die Baugrundstücke für bezahlbaren Wohnraum an Bewerber vergeben zu können.

Das letzte Einheimischenmodell der Stadt war das an der Egererstraße mit rund 100 Einheiten. Endgültig fertiggestellt wurde es im Oktober 2014.

irl

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