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Schwierige Verhältnisse: Die Ausfahrt für das Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Maising ist nicht einfach. Das Bushäuschen links steht weit vorne in Richtung Straße. Wenn dann noch alles zugeparkt ist, könne die Wehr nicht rechtzeitig ausrücken, sagt Vereinsvorsitzender Anton Klostermeier.

Feuerwehr Maising

Halteverbot für leichteres Durchkommen

Maising - Bei schönem Wetter hat die Maisinger Feuerwehr ein Problem: Ihre Ausfahrt ist oft zugeparkt. Jetzt soll es ein Halteverbot auf der Ortsstraße richten. In welchem Umfang, ist noch unklar.

Es war an dem Tag, an dem ein Fallschirmspringer bei Maising in einem Baum hängengeblieben war. An jenem Samstag im Juli konzentrierte sich die ganze Problematik für die Feuerwehrmänner aus Maising: Es herrschte Alarm, aber sie konnten nicht ausrücken – aufgrund einer Verkettung von Umständen, die jederzeit wieder passieren kann. Deshalb will die Gemeinde nun mit einem Halteverbot auf der Ortsstraße entgegenwirken.

An jenem Samstag im Juli war schönes Wetter, so dass viele Spaziergänger und Ausflügler entlang der Ortsstraße parkten. Dazu kam, dass das Giftmobil in Maising Station machte. „Der Fahrer des Giftmobils hat gleich die Ausfahrt freigemacht“, berichtet der Vorsitzende der Maisinger Wehr, Anton Klostermeier. Wesentlich langsamer bis gar nicht hätten aber die Anlieferer für das Giftmobil reagiert: Den Bürgern, die mit Privatfahrzeugen gegenüber vom Feuerwehrhaus geparkt hätten, sei nicht klar gewesen, dass es sich um einen Notfall handele. „Die haben weiter ihre Farben aus dem Kofferraum geholt und sind nicht weggefahren.“

Im Pöckinger Haupt- und Finanzausschuss wurde nun ein mögliches Halteverbot diskutiert. Die Gemeinderäte waren zunächst keineswegs überzeugt von der Notwendigkeit. „Ich weiß nicht, was das bringt – wer schleppt dort schon ab?“, fragte Walter Erhard (PWG). Bürgermeister Rainer Schnitzler erinnerte daran, dass auf der Ortsstraße Tempo 30 herrscht. „Geparkte Autos verlangsamen den Verkehr.“ Es gebe auch immer Beschwerden wegen der Raser. Da müsse man abwägen. „Aber die Leute stehen kreuz und quer“, sagte Anke Klostermeier (PWG), Ehefrau des Feuerwehrvorsitzenden und Maisingerin. Deshalb habe auch der Bus oft Probleme durchzukommen, ergänzte Gregor Trummer. Und Christian Hörndl (SPD) stellte fest: „Tempo 30 hält dort keiner ein.“

Die Ausfahrt für die Feuerwehr ist ohnehin nicht einfach, weil das Einsatzfahrzeug erst eine Anhöhe erklimmen muss, bevor es die Straße erreicht. Die Polizei hält ein Halteverbot für nicht nötig, wie Geschäftsführer Sven Neumann sagte. Die fragliche Fläche zu schraffieren, bringe nichts. Ebenso wenig „Feuerwehrausfahrt“-Schilder. Es ist halt eng in diesem Bereich: Anton Klostermeier räumt auf Anfrage ein, dass auch seine Kameraden ab und zu vor dem Feuerwehraus parkten. „Wir haben zu wenig Platz.“

Auf Vorschlag von Bürgermeister Schnitzler soll nun ein Bereich von vier bis fünf Fahrzeuglängen auf der Nordseite der Ortsstraße mit einem Halteverbot belegt werden. „Das kann man nochmal mit dem Feuerwehrfahrzeug testen“, sagte Neumann.

Im kommenden Jahr fällt an den stark frequentierten Samstagen zumindest ein Stau- und Störfaktor weg. Wie Neumann sagte, wird das Giftmobil Maising nicht mehr anfahren.

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