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Symbolbild

Falsche Beamte

Vorsicht, wenn "Polizist Müller" anruft!

Starnberg - Die Starnberger Polizei warnt vor falschen Polizisten. Annähernd zehn mal haben sie allein am Dienstagabend versucht, Starnberger Bürger auszuspionieren – eine Häufung von bislang nicht bekanntem Ausmaß.

An eine solche Serie kann sich Polizeihauptkommissar Kai Motschmann nicht erinnern. Zwischen 20.30 und 22.30 Uhr am Dienstag gingen auf seiner Dienststelle knapp zehn Anrufe von besorgten Starnbergern ein, die zuvor von falschen Polizeibeamten angerufen worden waren.

 Das Ziel der unheimlichen Anrufer: möglichst viel über die Lebensumstände, die Wohnsituation und die Vermögensverhältnisse der 50 bis 70 Jahre alten Starnberger herauszufinden. Die Angerufenen verfügen übrigens alle über Telefonbucheinträge. Die Männer meldeten sich stets in akzentfreiem Deutsch, nannten sich wahlweise „Herr Müller“ oder „Herr Fischer“ – und legten dann mit ihrer Räuberpistole los.

Die Polizei habe gerade vor dem Haus zwei Einbrecher festgenommen. Sie hätten einen Zettel mit der Anschrift des Angerufenen bei sich gehabt... Besonders dreist: Im Display des Telefons erschien die fiktive Nummer (0 81 51) 110. Jetzt warnen die echten Beamten: „Geben Sie keine persönlichen Daten an Unbekannte heraus“, sagt Kommissar Motschmann. „Rufen Sie im Zweifelsfall bei der offiziellen Telefonnummer der örtlichen Polizei an und vergewissern Sie sich auf diese Weise über die Identität des Anrufers.“

Wahrscheinlich Spähversuch der organisierten Kriminalität

Die Inspektion Starnberg ist unter Tel.: (0 81 51) 36 40 zu erreichen – und zwar nur unter dieser Nummer. Je mehr private Details „Polizist Müller“ und „Polizist Fischer“ aus den Bürgern herauslocken, desto größer ist nämlich die Gefahr, Opfer von Einbrechern oder Trickbetrügern zu werden. Denn die Anrufer gehören in der Regel zu straff organisierten Banden aus dem Bereich der organisierten Kriminalität. Genau das ist am späten Sonntagabend einer 86 Jahre alten Frau in Garmisch-Partenkirchen passiert. Auch sie wurde von einem falschen Polizisten angerufen und war am Ende dermaßen verunsichert, dass sie einem ebenso falschen „verdeckten Ermittler“ einen hohen Geldbetrag aushändigte. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei.

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